Nicht jeder Hüftschmerz braucht eine neue Hüfte

Nachfolgend verweisen wir auf einen interessanten Artikel der Apotheken Umschau, der die vielfältigen Ursachen von Hüftschmerzen näher erläutert. Bei allem ‚Mut zur neuen Hüfte!‘ benötigt zum Glück nicht jeder, der mit Hüftschmerzen zu tun hat, gleich ein neues Gelenk.

Hüftschmerzen werden oft mit Arthroseschmerzen an der Hüfte gleichgesetzt. Die Hauptursachen sind jedoch meist im Bereich zugehöriger Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel und Nerven zu finden. Manchmal stimmt auch etwas nicht mit dem Kreuz, oder die Störung liegt außerhalb des Bewegungssystems…weiterlesen

Für alle, die leider doch irgendwann ein neues Gelenk benötigen, wurde gerade im aktuellen FRED Magazin (Ausgabe Mai 2013) in der Rubrik ‚FRED liest‘ unser Buch ausführlich vorgestellt.

Ein Kommentar

  1. Beate sagt:

    Ich habe den Artikel „Nicht jeder Hüftschmerz braucht eine neue Hüfte“ mit großem Interesse gelesen. Vor 5 Wochen habe ich (58 Jahre alt) eine neue Hüfte bekommen, was für mich das Ende eines langen, schmerzhaften Leidensweges bedeutet hat. Viele Jahre lang bin ich von einem Arzt zum anderen gegangen, in der Hoffnung, dass mich jemand von meinem quälenden Rückenschmerzen (nicht Hüftschmerzen!) befreien könnte. Leider bin ich immer wieder auf Ärzte gestoßen, die nicht nach der Ursache meiner Schmerzen gesucht, sondern lediglich die Symptome bekämpft haben. Mir wurde das lange Stehen in der Schule und das Schleppen von schweren Schultaschen als Lehrerin immer mehr zur Last und es war mir schließlich gar nicht mehr möglich. Schmerztabletten und Spritzen bewirkten lediglich die Zunahme meines Körpergewichtes. Es wurden zwar Röntgenaufnahmen gemacht, die aber nicht wirklich eine Aussage über den Zustand meiner Gelenke gaben. Erst im Januar dieses Jahres fand ich einen Orthopäden, der gründlicher vorging und ein MRT anordnete. Dies zeigte dann im Gegensatz zu den Röntgenaufnahmen, dass die Hüfte völlig zerstört war. Arthrose dritten und vierten Grades, Hüftkopfnekrose und umliegend hochgradig entzündetes Gewebe. Eine Abhilfe konnte nur noch eine umfangreiche Sanierung der Hüfte mit dem Abtrennen des Hüftkopfes und dem Einsatz eines Langschaftes schaffen. Das Gelenk und der Knochen waren durch eine nicht erkannte Dysplasie zerstört.

    Mein Appell an Leidensgenossen und Ärzte: Geht der Ursache sorgfältiger auf den Grund und gebt euch nicht mit Schmerzmitteln zufrieden. Es gibt so viele Möglichkeiten der Behandlung, wenn die Ursache rechtzeitig erkannt wird. Dringend erforderlich ist eine bessere Aufklärung, wie ich in der Reha im Gespräch mit anderen Patienten auch immer wieder feststellen musste.

    Inzwischen bin ich nach der erfolgreichen OP im April sowie der anschließenden Reha schmerzfrei und schon gut beweglich. Ich kann den Autoren des Buches „Mut zur neuen Hüfte“ nur beipflichten, wenn denn eine OP erforderlich ist, sie so schnell wie möglich anzugehen.

    Mit der neu gewonnenen Lebensqualität bin ich auf der Suche nach Leuten im Ruhrgebiet oder am Niederrhein, die ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht und Freude an der neuen Beweglichkeit haben. Ich möchte gemeinsam Ausflüge und Spaziergänge machen.

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