Archiv für Knie

2. TEPFIT-Gesundheitsworkshop 23.-25.2.2018 – Save the Date

SAVE THE DATE

Nach der sehr erfolgreichen ersten TEPFIT-Veranstaltung November 2016 in Erding bei München, sind die finalen Planungen für den zweiten TEPFIT-Gesundheitsworkshop fast abgeschlossen. Die Veranstaltung findet in Hagen statt. Auch diese Mal wird es einen Fachvortrag eines anerkannten Professors für Orthopädie und Unfallchirurgie (Knie- und Hüft-Endoprothetik) geben – und damit alle möglichst schwungvoll mit ihren künstlichen Gelenken wieder durchstarten können – sind natürlich auch ‚Action‘-Programmpunkte unter fachlicher Anleitung enthalten wie z.B. Smovey-Training und das Bellicon-Minitrampolin.
Als Veranstaltungsort ist das Tagungshotel Arcadeon bereits fest gebucht. Für ein attraktives Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt.

Wir organisieren den TEPFIT-Gesundheitsworkschop selbstverständlich als ‚Non Profit-Veranstaltung‘! Mit möglichen Überschüssen möchten wir die Deutsche Kinderrheuma-Stiftung unterstützen. Schirmherrin ist Rosi Mittermaier, ehemalige Skirennläuferin mit insgesamt fünf Olympia-Gold-Medaillen. Zahlreiche Sportveranstaltungen wie Marathonläufe oder Golfturniere finden alljährlich zum Spendensammeln für die Stiftung statt.

Sobald alle Programmpunkte endgültig finalisiert sind, wird hier, sowie auf allen anderen Kanälen (Blogs, Facebook-Seiten, TEPFIT-Gruppe), das komplette Programm mit allen Details inkl. Anmeldeunterlagen, Preisen und Zimmeroptionen zur Verfügung stehen!

Wir sehen uns spätestens im Februar 2018!

Klinikzertifizierungen – EPZ, EPZMax, endoCert, KTQ, ISO und Co

Neben den für alle Kliniken in Deutschland verpflichtenden Qualitätsberichten, die öffentlich einsehbar und gleichzeitig für die meisten Patienten schwer zu lesen sind, werben alle Einrichtungen mit zusätzlichen Gütesiegeln (Zertifikaten) auf ihrem Webseiten. Einige Krankenhaus präsentieren 30-40 verschiedene Gütesiegel. Doch welche sagen tatsächlich etwas über die Qualität der medizinischen Leistungen aus? Wer vergibt diese Siegel (private Unternehmen, Lobby-Organisationen, Krankenkassen oder staatliche Stellen)?

Zunächst muss man unterscheiden zwischen Zertifizierungen, die sich rein auf organisatorische Abläufe und Prozesse beziehen und solchen, die bestimmte Versorgungsarten bewerten.

Zu den Siegeln, die die Organisation, Prozesse und das Risikomanagement bewerten gehören beispielsweise KTQ, Prcumcert und ISO 9001, um nur drei zu nennen.

Die Anzahl der Siegel, die im weitesten Sinn medizinische Leistungen verschiedener Fachrichtungen zertifizieren, sind kaum überschaubar. Nachfolgende eine kleine Auswahl:
– WHO-Zertifikat: Babyfreundliches Krankenhaus
– Bundesverband Geriatrie: Qualitätssiegel Geriatrie
– TÜV Zertifikat Akutschmerztherapie
– Alterstraumazentrum DGU
– Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie.
Dazu kommen dann noch mehr oder weniger sinnvolle Auszeichnungen wie z.B.: Zertifiziertes Singendes Krankenhaus, ganz zu schweigen von den Gütesiegeln der Zeitschrift Focus die jährlich für alle Fachbereiche vergeben werden, aber leider nicht kostenlos verfügbar sind.

Im Bereich der Endoprothetik (Gelenkersatz) gibt es aktuell allerdings aus meiner Sicht nur ein wichtiges Zertifikat, welches die endoCert vergibt, nämlich EPZ und EPZMax. Eine Liste der zertifizierten Endoprothetikzentren (EPZ) gibt es hier.
Die Zertifizierungs-Kriterien findet man in einen versteckten Download-Hinweis auf das Gesamt-Werk Zertifizierung von Endoprothetischen Versorgungszentren in Deutschland, welches kostenlos als eBook erhältlich ist. In Kurzfassung sind diese Kriterien auch auf der Medführer-Webseite zu finden.
Zusammengefasst geht es dabei um die Mindestanzahl von Operationen je Hauptoperateur und die Anzahl von Revision-OPs, die neben weiteren Kriterien für die Erlangung der Zertifizierung notwendig sind.

Umso verwunderlicher ist es allerdings, dass z.B. die HELIOS ENDO-Klinik Hamburg, die in Deutschland mit weitem Abstand die meisten Gelenkersatz-Operationen – nämlich rund 7000 – durchführt, das Zertifikat EPZMax (EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung) nicht besitzt. Um das zu verstehen, haben wir den den Chefarzt und Ärztlichen Direktor der Gelenkchirurgie, Prof. Dr. Thorsten Gehrke, gefragt.

Nachfolgend seine ungekürzte Antwort auf die Frage, warum die ENDO-Klinik keine EPZMax-Zertifizierung besitzt:
„Bzgl. der EPZMax Zertifizierung und auch der Endocert Problematik haben wir eine recht klare Position, die im Übrigen auch von allen anderen akzeptiert wird. Hier in der ENDO-Klinik sind unsere Prozesse – und das wissen wir aus den Erfahrungen der anderen Häuser – bereits seit Jahren optimiert und in jeder Hinsicht wohl geordnet.
Dies spiegelt sich sowohl in den Patientenbewertungen als auch in den objektiven Krankenkassenbewertungen wieder, so dass wir auch ohne Zertifizierung eine herausragende Ergebnisqualität erreichen.

Im Übrigen geht es bei der Zertifizierung auch gar nicht um die Ergebnisqualität sondern nur um die sogenannte Prozessqualität, die aus meiner Sicht zunächst einmal nichts mit guten oder schlechten Ergebnissen zu tun hat. In der internationalen Literatur wird zudem sehr klar und deutlich immer wieder berichtet, dass die Ergebnisse nach Endoprothetik in aller erster Linie von dem sogenannten Volume abhängig sind und hier die sogenannten High Volume Kliniken, den sogenannten Kliniken, die nur niedrige Zahlen operieren (trotz Zertifizierung) haushoch überlegen sind. Die im Zertifizierungsprozess gefordert 100 Operationen pro Hauptoperateur erreichen hier selbst unsere Jungoberärzte und Fachärzte. Ich selbst operiere mittlerweile zwischen 550 und 600 endoprothetische Eingriffe.

Einmal abgesehen von unserem Hause halte ich es jedoch trotzdem für gut und richtig, wenn Sie einem Patienten bei der Entscheidungsfindung empfehlen – zumindest solange die übrigen Parameter vergleichbar sind – ein zertifiziertes Haus aufzusuchen.“

FAZIT: Trotz eines nahezu undurchschaubaren Dickichts an unterschiedlichen Gütesiegeln, bleibt im Bereich des Gelenkersatzes das Zertifikat EPZ (EndoProthetikZentrum), respektive EPZMax (EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung) ein wichtiges Kriterium, wenn auch nicht das einzige!
Vorbildlich und einfach für den Patienten – ohne sich durch die Qualitätsberichte durchzuwühlen – ist übrigens die Darstellung der wichtigsten Qualitäts-Kennzahlen für Hüft- und Kniegelenksersatz auf der Seite der endogap – Klinik für Gelenkersatz. Daran könnten sich andere Kliniken durchaus ein Beispiel nehmen.

Gelenkersatz: Extrem erfolgreich aber nicht ohne Risiken

Schwerpunkt der thematisch durchaus ungewöhnlichen Patientenveranstaltung mit knapp 100 Besuchern am 8.2.2017 in Bonn mit dem Titel „Der schmerzhafte Gelenkersatz war, die Risiken bei endoprothetischen Eingriffen und die damit einhergehenden unerwünschten Ergebnisse danach zu beleuchten.

Dr. Holger Haas

Dr. Holger Haas

Dr. Holger Haas, Chefarzt Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am GK in Bonn, erläuterte ausführlich neben dem Infektionsrisiko, auf das später detailliert eingegangen wird, eine Reihe von Risiken bei einem Gelenkersatz, die nach der OP dafür verantwortlich sein können, dass der Patient nicht ganz beschwerdefrei ist. Dabei ist ein deutlicher Unterschied zwischen Hüft- und Knie-Totalendoprothesen zu verzeichnen. Während 90 – 95 % aller Patienten nach einer Hüft-TEP absolut beschwerdefrei sind, sind es bei einer Knie-TEP nur ca. 20 %. 60 % spüren ihr Knie nach Belastungen, oder haben gelegentlich leichte Beschwerden und wiederum 20 % haben deutliche dauerhafte Beschwerden. Das Kniegelenk ist eben ein wesentlich komplexeres Gelenk als das Hüftgelenk. Außerdem gibt es beim Knie z. B. häufiger das Problem einer Arthrofibrose (überschiessende Narbenbildung) ohne dass bis heute die genaue Ursache dafür geklärt wäre. Bei der Hüfte tritt dieses Problem praktisch nicht auf.
Dr. Haas betonte aber ausdrücklich, dass sich Patienten mit Beschwerden nicht damit abfinden, sondern unbedingt zunächst bei ihrem Operateur wieder vorstellig werden sollten. Erst wenn dieser die Beschwerden nicht ernst nimmt – oder aus Sicht des Patienten Fragen offen bleiben – sollte eine Zweitmeinung eingeholt werden. Der Grund ist einleuchtend: Erstens weiß der Operateur am besten, was und wie er operiert hat und sollte zweitens die Chance erhalten, ein bestehendes Problem zu beheben.

Allgemeine OP-Risiken wie Blutungen, Gefäß- und Nervenverletzungen, Thrombose oder Wundheilungsstörungen können bei jeder OP auftreten und sind nicht auf den Gelenkersatz allein beschränkt. Prothesenspezifische Risiken sind Knochenbruch, Luxation, Früh-Lockerungen und Infektionen.

Neben diesen unerwünschten Behandlungsergebnissen und Komplikationen sind lt. Dr. Haas noch die Falschbehandlungen (der „Behandlungsfehler“) zu nennen. Hier hat der Patient zumindest bei Vorliegen eines Behandlungsfehlers die Möglichkeit Schadensersatz zu erhalten. Die Kliniken sind für solche, insgesamt selten auftretenden Fälle versichert.

Dr. Holger Haas

Dr. Holger Haas

Dr. Haas wies außerdem darauf hin, wie wichtig es ist, in einem zertifizierten Endoprothetikzentrum einer großen Klinik operiert zu werden, da alle strukturellen und logistischen Voraussetzungen für die Beherrschung möglicher Komplikationen vorgehalten werden und im Problemfall z.B. direkt auf einen Gefäßchirurgen oder Kardiologen zurückgegriffen werden kann.

Laut aktueller Umfragen haben allerdings 60 % der Patienten Angst vor Infektionen und Keinem und nicht vor den vorstehend beschriebenen Risiken.

Auf die Frage an Dr. Holger Haas wie Keime und Infektionen bei OPs komplett vermieden werden könnten, antwortete er augenzwinkernd: ‚Wenn der Patient 30 lang Minuten auf 130 °C erhitzt wird, ist er absolut steril, hat dann aber eher wenig von seinem neuen Gelenk!‘.

Dr. Haas erläuterte, dass das immer mehr in den Vordergrund rückende Problem – auch in der Presse oft entsprechend prominent dargestellt – der sog. multiresistenten Keime eigentlich ein Problem der Massentierhaltung und der damit verbundenen präventiven Antibiotikagabe ist. Daneben führt auch die ungezielte Behandlung mit Antibiotika im medizinischen Bereich zur Entstehung dieser Problemkeime. Jeder Mensch hat auf seiner Haut Keime. Personen, die z. B. in Schlachtbetrieben oder in der Massentierhaltung arbeiten, haben fast zu einem viertel multiresistente Keime auf der Haut bzw. in der Nase; bei Personengruppen, die in der Regel nicht mit Schlachtvieh in Berührung kommen, sind es nur knapp 1,5 %. Das Krankenhaus selbst kann das Problem bestenfalls durch besondere Hygienemaßnahmen reduzieren aber niemals ganz eliminieren. Das GK-Bonn hat dazu eigens ein Hygienemanagement etabliert. Als Besonderheit werden am GK-Bonn seit neuestem vor einem endoprothetischen Eingriff Reinigungssets an Patienten verteilt, mit deren Hilfe diese vor einer OP selbst für die Reduzierung von Keimen sorgen können.

Beim Thema Implantat und Implantatauswahl sorgte Dr. Holger Haas für Verwunderung und Kopfschütteln im Saal mit seiner Erklärung zu dem Vergütungskonzept der Krankenkassen. So erhalten alle Kliniken exakt die gleiche Pauschale für eine OP und zwar unabhängig davon, ob diese das beste und damit meist teurere Implantat verwenden oder das günstigste. Da sich die Unterschiede fast immer erst in der Langzeitbetrachtung (z. B. durch höheren Abrieb) nach 10 oder mehr Jahren bemerkbar machen, kann eine Klinik ihren Gewinn so maximieren. Die dafür Verantwortlichen sind dann, wenn es zu Problemen kommt, ggf. schon in Rente. Hier hat die Politik eindeutig versagt. Kliniken, die verantwortungsvoll handeln, werden mit diesem System praktisch bestraft. Dazu kommt, dass der Patient, selbst wenn er wollte, besseres Material nicht durch eine Zuzahlung (wie z. B. beim Zahnarzt) erwirken kann. Das verhindert das Abrechnungssystem. Gleichwohl versicherte Dr. Haas, dass in seinem Verantwortungsbereich trotzdem das medizinisch sinnvollste und nicht zwingend das wirtschaftlich günstigste Material verwendet wird und betonte, dass dies auch die sonstigen anerkannten Versorgungseinrichtungen so praktizieren. Schließlich hat er auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Zertifizierungskommission der endocert hier entsprechenden Einblick!

Warum es zu diesem Abrechnungssystem allerdings keinen Aufschrei der Betroffenen und/oder der Ärztekammer gibt, erschließt sich mir persönlich nicht.

Nach dem knapp zweistündigen und trotzdem kurzweiligen Vortrag nahm sich Dr. Haas noch genügend Zeit, um weitere Fragen aus den Reihen der Besucher zu beantworten.

Mein Eindruck war, dass alle nach der Veranstaltung das Gefühl hatten, bei Dr. Haas und seinem Team gut aufgehoben zu sein und vor allen Dingen ernst genommen zu werden.

Als allgemeines Fazit bleibt, dass die endoprothetische Versorgung der Hüfte eine der erfolgreichsten Operationen in Deutschland ist. Beim Knie sind leichte Abstriche zu machen, dennoch sind bei 80 % der Patienten die Beschwerden nach einer OP wesentlich geringer als vorher.

TEPFIT, optimistisch, sportlich und mit YouTube-Kanal ins Jahr 2017 starten

Ein weltpolitisch sehr bewegendes Jahr geht – man ist fast geneigt zu sagen: ‚endlich‘ – zu Ende. Es bleibt die Hoffnung, dass es in USA, der Türkei, in Syrien, in Russland und auch bei uns 2017 besser wird oder zumindest nicht ganz so schlimm kommt, wie es einige Pessimisten in Bezug auf den weiteren Rechtsruck in Europa, den Terrorismus oder der politischen Luftnummer bei unseren amerikanischen ‚Noch-Freunden‘ erwarten.

Unsere ‚Mut zur neuen Hüfte!‘ und ‚Mit zum neuen Knie!‘ Bilanz hat diesem Negativ-Trend allerdings bravourös entgegen gewirkt. Wir blicken sowohl was unsere Buch-Erfolge, als auch unsere permanent wachsende TEPFIT-Gruppe anbetrifft, auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück.

Begrüssung der TEPFIT-Teilnehmer und Referenten durch Heidi Rauch und Peter Herrchen – Foto: Barbara Egger – www.tirolturtle.at

Ein Höhepunkt war sicherlich unser TEPFIT-Treffen in November in Erding mit Teilnehmern aus ganz Deutschland, der Schweiz und Österreich, sowie hochkarätigen Referenten.

Heidi und mich haben auch 2016 wieder persönlich viele Mails, FB-Nachrichten und Anrufe von Betroffenen erreicht, die wir alle gerne, soweit es unsere Zeit erlaubt hat, beantwortet haben.
Neben den bereits bekannten Kommunikations-Kanälen wie Facebook, unseren Webseiten und unseren Blogs, haben wir jetzt noch einen eigenen YouTube-Kanal aus der Taufe gehoben. Als ‚Erstbestückung‘ sind zunächst drei Videos des oben erwähnten TEPFIT-Treffens, darunter auch der sehr interessante und kurzweilige Vortrag von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen, zu finden. Weitere Videos werden folgen. Am besten den Kanal einfach abonnieren, um nichts zu verpassen.

Für 2017 freuen wir uns darauf, unsere TEPFIT-, Hüft- und Knie-Gemeinde weiter sukzessive zu vergrößern und dem einen oder anderen Mut zu einer eventuell bevorstehenden OP zu machen. Unsere allmählich zur Neige gehende Erstauflage des Buches ‚Mut zur neuen Hüfte!‘ verlangt nach Erneuerung. Dem werden wir uns im kommenden Jahr ebenfalls widmen.

Allen treuen Lesern unserer Bücher und unserer sonstigen medialen Artikel und Präsenzen danken wir recht herzlich und wünschen allen ein bewegtes und schmerzfreies Jahr 2017.

Cross-Shaper – vergünstigt und nur begrenzte Stückzahl

Bei unserem Gesundheitsworkshop und TEPFIT-Treffen in Erding am 19.11.2016 haben wir unter anderem die Möglichkeit geboten, den Cross-Shaper nach kurzer Einweisung auszuprobieren. Dazu wurden uns 15 funkelnagelneue Geräte vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Fünf unserer Teilnehmer waren vom Trainingseffekt schon nach kurzer Zeit so überzeugt, dass sie ihr neues Sportgerät direkt mitgenommen haben.

Cross-Shaper

Cross-Shaper

Damit haben wir noch zehn Cross-Shaper im Angebot, die maximal für 15 Minuten benutzt wurden. Da es sich dabei allerdings um ein Outdoor-Sportgerät handelt und das Wetter es an diesem Tag nicht wirklich gut mit uns meinte, haben die Shaper an den Reifen Schmutzspuren. Diese sind allerdings völlig problemlos mit Wasser zu entfernen. Wir können daher 10 Geräte zu einem Stückpreis von EUR 169,00 inkl. MwSt und Versand innerhalb Deutschlands anbieten – und damit deutlich unter dem regulären Verkaufspreis. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann einfach über unseren Online-Shop bestellen.

Weitere Infos über den Cross-Shaper selbst gibt es auf der original Cross-Shaping Web-Seite und im aktuellen Cross-Shaper Magazin.

Das Training mit dem Cross-Shaper ist auch ganz besonders für Menschen mit Gelenkproblemen und/oder künstlichen Hüft- oder Knie-Gelenken geeignet. Auch für etwas ’schwerere‘ Personen ist der Sport zum Einstieg in das Ausdauertraining viel schonender als Nordic-Walking oder Joggen, da die Gelenke optimal entlastet werden.

Von der TEPFIT-Facebook-Gruppe zum realen Treffen

Gruppe von oben

Geschaffte aber zufriedene Teilnehmer im Rittersaal des Schoß Aufhausen nach ihrem Faszientraining

Nachbericht zum 1. TEPFIT-Gesundheitsworkshop mit 40 künstlichen Hüften auf Schloss Aufhausen bei Erding

Direkter und umfangreicher geht Patientenaustausch zum Thema künstliches Hüft- und Kniegelenk kaum: Die weit über 1.000 Mitglieder der geschlossenen TEPFIT-Facebook-Gruppe helfen sich als Direkt-Betroffene zu jeder Tages- und Nachtzeit gegenseitig. Mit ihren Tipps und Erfahrungen sind sie längst ein wichtiger Ratgeber-Faktor vor und nach der Hüft- oder Knie-OP geworden.

Dr. Christian Fulghum

Dr. Christian Fulghum lässt keine Fragen unbeantwortet!

Was liegt da näher, als dem Wunsch nach einem realen Treffen nachzukommen: 27 Teilnehmer mit geschätzten 40 künstlichen Hüften reisten dann auch zum 1. TEPFIT-Gesundheitsworkshop am 19. November 2016 auf Schloss Aufhausen bei Erding, wo ein abwechslungsreiches Programm ihnen viele nützliche Erkenntnisse lieferte.

Zwei Teilnehmern steht die Hüft-OP (möglicherweise) noch bevor, die anderen genießen längst ihre schmerzfreie Beweglichkeit und ihre wiedergewonnene Lebensqualität. Insgesamt sind alle achtsamer mit ihrem Körper geworden und lauschten dementsprechend fasziniert den Ausführungen von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen, u. a. zur Haltbarkeit der verschiedenen Modelle (u. a. Kurz- und Langschaft) und zur Praktikabilität der unterschiedlichen OP-Techniken (Stichwort: Amis-Methode).

Geduldig beantwortete er Fragen und zollte der Facebook-Gruppe höchstes Lob: „Manchmal möchte ich gerade einen Kommentar zu einer Frage eingeben, da hat schon jemand kompetent geantwortet, so dass sich das von selbst erledigt. Vorbildlich!“

Cross Shaping, Alexander-Technik und Fascial Training

Dr. Kaupe und sein 'Alexander'

Dr. Kaupe und sein ‚Alexander‘

Der zweite Referent Dr. Georg Kaupe, Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin aus Bonn, hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für gesunde Ernährung und tägliche Bewegung. Nach dem Motto des Tages „Fit mit künstlichen Gelenken“ probierten die Teilnehmer denn auch gleich seine Erfindung, den Cross Shaper, aus – ein effektives und gelenkschonendes Ganzkörper-Outdoor-Training.

Etwas ruhiger ging es dann bei der Demonstration der leider eher
unbekannten Alexander-Technik zu, deren Ziel es ist, Achtsamkeit für die körperliche Balance bei Alltagsbewegungen zu schulen. Die Münchner Alexander Technik-Lehrerin Monika Krämer zeigte u. a. „richtiges“ Sitzen, Hinsetzen und Aufstehen. Verblüffende Erkenntnis: Man bemüht eigentlich immer zu viele und oft die falschen Muskeln!

Andreas Hiemeyer

Andreas Hiemeyer lagen alle zu Füßen

Zum Schluss forderte der 26-jährige Münchner Fascial Trainer Andreas Hiemeyer noch einmal die Beweglichkeit der Teilnehmer: Auf Yoga-Matten wurden die Muskeln und Faszien aktiviert und gedehnt – mit Hilfe von Blackroll, Mini-Roll, Rubber Band und/oder Golfball! Da waren etliche Ächz- und Stöhnlaute zu hören, und einige merkten, dass sie durchaus noch mehr tun können für ihre Beweglichkeit.

Fazit der Gruppe: Es war ein toller und erfrischender Austausch, der unbedingt wiederholt werden sollte! Beim Rahmenprogramm am Vorabend und bei den gemeinsamen Essen blieb auch jede Menge Zeit für einen ganz persönlichen Gedanken- und Erfahrungsaustausch.

TEPFIT-Admins

Admins der TEPFIT-Facebook-Gruppe: Therese Schreiber, Peter Herrchen und Ulrike Steyer (v.l.n.r)

Stellvertretend für alle hier das Lob von Susanne S.: „Es war sehr schön, informativ, nett, herzlich und noch gaaanz viel mehr. Ich möchte ja keinen unter Druck setzen, aber ich freu mich schon auf das nächste Treffen.“

Die Organisatoren des Treffens, Heidi Rauch und Peter Herrchen, Autoren der Mutmach-Ratgeber „Mut zur neuen Hüfte!“ und Mut zum neuen Knie!“ziehen zusammen mit den
engagierten Facebook-Administratoren Ulrike Steyer und Therese Schreiber aus der Schweiz ein durchweg positives Feedback: „Ein Operateur zum Anfassen wie Dr. Fulghum, ein kompetenter Sport-Orthopäde, eine einfühlsame Bewegungsspezialistin, ein mitreißender Personal Trainer und 27 zufriedene Teilnehmer – das beglückt und motiviert uns für weitere Aktivitäten!“

Augen auf beim TEP-Kauf!

So oder so ähnlich müsste der Slogan für Patienten lauten, die vor einer Knie- oder Hüft-TEP stehen. Im meinem Blog Endoprothese und Sport habe ich vor Kurzem auf einen Artikel aus der Ärztezeitung hingewiesen, indem berichtet wurde, dass bestimmte Qualitätsindikatoren gerade im Bereich Endoprothetik ‚als nicht zur Veröffentlichung empfohlen‘ aus den Qualitätsberichten heraus genommen wurden. Wer sich zusätzlich die Mühe macht, das ebenfalls im Artikel hinterlegte 508-seitige Dokument ‚Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser, Qb-R‘ zu durchforsten, findet dann ab Seite 486 die Qualitätsmerkmale, die der Öffentlichkeit und damit uns Betroffenen vorenthalten werden sollen. Darunter finden sich z.B. solch hochinteressante Indikatoren wie
– Gehunfähigkeit bei Entlassung
– Gefäßläsion / Nervenschaden
– Wundhämatome / Nachblutungen
– Fraktur
um nur einige der knapp 40 zu nennen, die nicht veröffentlicht werden sollen.

Dies fand nicht nur ich einigermaßen unverständlich, um nicht zu sagen skandalös im Sinne der Patienten, auch die Reaktionen auf meine Veröffentlichung waren entsprechend heftig. Da mir nicht klar war, ob diese Indikatoren überhaupt nicht mehr erfasst werden oder eben nur nicht mehr veröffentlicht werden müssen, habe ich den Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz, Dr. Christian Fulghum angeschrieben und dazu befragt. Nachfolgend meine Frage und seine ungekürzte Antwort:

Lieber Herr Dr. Fulghum,
vielleicht haben Sie meinen beiliegenden Blog-Artikel gelesen, bzw. wussten das schon lange vor mir.
Mich würde dabei nur eines interessieren:
Bedeutet das Weglassen der Indikatoren für die Veröffentlichung nur, dass diese eben nicht mehr für uns ‚Normalos’ zugänglich sind, oder heißt das sogar, dass diese von den Kliniken nicht mehr erfasst werden müssen?
Und wenn diese weiterhin erfasst werden müssen, steht es den Kliniken dann frei, diese Qualitätskriterien trotzdem zu veröffentlichen oder ist das sogar verboten?
Danke für eine gelegentliche Aufklärung, die ich dann mit Ihrer Erlaubnis auch auf meinen öffentlichen Kanälen so weitergeben würde.

Lieber Herr Herrchen,
die angegebenen Indikatoren werden weiterhin erfasst, eine Veröffentlichung ist erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. D.h. „gute“ Kliniken werden sie sicher weiter, wenn auch vielleicht nicht im Rahmen der genormten Qualitätsberichte, veröffentlichen. Gerade Gefäß/Nervenschaden, Fraktur und Hämatome/Nachblutung sind doch wirklich interessante Kriterien. Also am besten einfach auf den Webseiten nachschauen, was die Kliniken freiwillig veröffentlichen. Auch das sagt ja schon etwas aus ….
Beste Grüße
Dr. Christian Fulghum

Ich möchte alle Betroffenen intensiv ermuntern, genau nach diesen  ‚geheimen‘ Indikatoren zu fragen und bei unbefriedigenden oder ausbleibenden Antworten, die betreffenden Kliniken zu meiden. Bleiben Sie immer gut informiert und lassen Sie sich nicht von Ärzten bei für Sie (lebens)wichtigen Fragen abspeisen.

TEPFIT-Treffen im November in Erding

Am Tegernsee haben Peter und Heidi immer die besten Ideen....

Am Tegernsee haben Peter und Heidi immer die besten Ideen….

Wer nicht auf Facebook mit uns verbunden ist – neue Mitglieder sind herzlich willkommen in der geschlossenen TEPFIT-Gruppe -, dem wollen wir die Information nicht vorenthalten: Vom 18. bis 20. November 2016 treffen sich die TEPFitler im oberbayerischen Erding zu einem Gesundheitsworkshop. Das Hauptprogramm findet am Samstag, 19. November, im Ritter- und Kapellensaal von Schloss Aufhausen statt – mit Fascial Training, Cross Shaping, einem Vortrag von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen, und Alexandertechnik. Rundherum stellen wir ein kleines Rahmenprogramm zusammen mit Führung durch die Erdinger Weißbier-Brauerei, gemeinsamem Frühstück im Hotel Nummerhof und Wellness in der Erdinger Therme (individuell). Wer gern dabei sein möchte, kann hier das Programm und die Anmeldeunterlagen herunterladen.

Kurz nach der OP eifrig am Trainieren, zwei Jahre später fit wie nie: Andreas` Einsatz hat sich gelohnt!

Kurz nach der OP eifrig am Trainieren, zwei Jahre später fit wie nie: Andreas` Einsatz hat sich gelohnt!

Ansonsten nehmen wir sukzessive Kontakt zu unseren Bücher-Patienten auf und fragen nach deren aktueller Fitness. Mut machendes Knie-Beispiel ist Andreas Meilhammer, der in unserem Ratgeber „Mut zum neuen Knie!“ kurz nach der OP noch voll im Aufbau-Programm war – und heute, zwei Jahre später, berichtet er: „Snowboarden klappt super. Überhaupt muss man sagen, dass ich kaum Schwierigkeiten mit dem Knie habe, ein bisschen Wetterfühligkeit und manchmal muskuläre Probleme, aber das sind alles tatsächlich Kleinigkeiten.“ Wie erfreulich, sogar Snowboarden geht mit künstlichem Kniegelenk wieder! 

An dieser Stelle wünschen wir allen Hüft- und Knie-TEP-Patienten einen bewegten Sommer!

Herzliche Autorenwünsche für ein bewegungsfreudiges Jahr 2016

Unser Jahresendessen am Tegernsee ist zur liebgewordenen Tradition geworden seit wir 2012 unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ herausgebracht haben: Zum vierten Mal haben Peter Herrchen und ich uns also mit unseren lieben Ehepartnern in den letzten Tagen des „alten“ Jahres zum Mittagessen getroffen und das Jahr 2015 ein bisschen Revue passieren lassen. Wie man das halt so macht zum Jahreswechsel. Wie bestellt – und zu unserer großen Freude – kamen just zwischen Forelle und Schnitzel zwei Bestellungen unseres Großhändlers KNV herein: 90 Hüft-Bücher insgesamt! Wow! Offensichtlich haben viele Menschen ihren Lieben mit Hüftproblemen unser Buch unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Herzliche Neujahrswünsche von Heidi Rauch und Peter Herrchen!

Herzliche Neujahrswünsche von Heidi Rauch und Peter Herrchen!

Vielen Dank an dieser Stelle unseren treuen Lesern und allen, die unsere Bücher, auch „Mut zum neuen Knie!“, weiterempfehlen. Wir freuen uns immer noch, wenn wir hören, dass unsere Erfahrungsberichte und Tipps anderen Menschen weitergeholfen haben. 2016 werden wir übrigens verstärkt Material für eine zweite, aktualisierte Auflage unseres Hüft-Buchs sammeln. Aber eigentlich stellen wir immer wieder fest, dass sich bei allem Medizin-Fortschritt das meiste nicht geändert hat.

Immer noch kommt es auf die Wahl des individuell „richtigen“ Operateurs und eine gesunde Fitness rund um die OP an. Dazu gehört vor allem die tägliche, ja wirklich tägliche Bewegung! Nehmen Sie sich also für 2016 am besten vor, dass Sie mindestens 10 Minuten Gymnastik mit Kräftigungs- und Dehnübungen in Ihren Morgenablauf einplanen. Das sollte in Fleisch und Blut übergehen wie das morgendliche Zähneputzen. Ausreden gelten nicht! Inzwischen ist nämlich erwiesen, dass sogenannte neuronale Verknüpfungen im Gehirn erst nach etwa einem halben Jahr eines täglichen Rituals eintreten. Erst dann lernt der Körper – und will die tägliche Morgen-Gymnastik nie, nie wieder vermissen!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gutes, friedvolles, gesundes und vor allem bewegungsfreudiges Jahr 2016!

Facebook – Nützliches Hüft-Netzwerk oder Zeitfresser?

Facebook – Nützliches Hüft-Netzwerk oder Zeitfresser?
von Heidi Rauch, 23.10.2015

Wer unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ gelesen hat, der weiß, dass Peter Herrchen und ich einiges gemeinsam haben: Wir sind derselbe Jahrgang, 1957, und sind beide mit zwei künstlichen Hüften sportlich wieder sehr aktiv. Der aufmerksame Leser merkt aber auch, dass wir grundverschieden sind: Ich bin alternativen Heilmethoden gegenüber sehr aufgeschlossen, er folgt doch mehrheitlich lieber der Schulmedizin; ich bin eher die Genuss-Sportlerin, er ist der Sportversessene, der seinen Körper schon auch gern schindet – äh, herausfordert.

Auch in puncto soziale Medien sind wir grundverschieden: Während ich den guten alten e-mails treu bleibe und schon beim Beantworten (müssen) von SMS-Nachrichten aufstöhne, (hass)liebt Peter vor allem Facebook sehr. Ich dagegen bin eine Facebook-Verweigerin. Aber ich muss zugeben: Peters Hüft-Facebook-Gruppe , die er zusammen mit Ulrike Steyer gegründet hat und betreibt und seit dieser Woche noch von Therese Schreiber, einer ehemaligen Hochleistungssportlerin, unterstützt wird, hat offensichtlich vielen Betroffenen sehr geholfen. Auch finden viele Facebook-Freunde nachweislich dadurch unser Buch eher. Das ist natürlich sehr erfreulich! Es lebe das virale Marketing!

Peter Herrchen und Heidi Rauch

Erinnerungen an ein Sommertreffen von Peter und Heidi

Andererseits hat sich Peter jüngst in seinem Blog das entschleunigte Leben einer Schnecke gewünscht und leise darüber gestöhnt, dass die Administration und Moderation der Seite doch sehr zeitaufwändig sei (die Mitgliederzahl hat sich diese Woche schon wieder um 20 erhöht). Ja, das ist es wohl. Aber ich möchte mich an dieser Stelle doch sehr dafür bedanken, dass er diese Zeit investiert – und das bei einem Fulltime-Job. Als freischaffende Autorin bin ich sicher näher an der Entschleunigung als er. Aber im Beantworten von e-mails unserer Leser oder Betroffener sind wir beide sicher gleich schnell!

Auf so ein MTB-Fully wie auf dem Foto würde sich Heidi Rauch nie schwingen, dafür schwingt sie lieber den Golfschläger.