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Was tun bei Arthrose-Beschwerden? Die Crux der Therapieauswahl

Peter auf dem MTB

Die Volkskrankheit Arthrose ist ständig und überall präsent. Nicht alle haben Beschwerden, aber eine Abnutzung des Gelenkknorpels lässt sich bei fast jedem Erwachsenen ab einem gewissen Lebensalter radiologisch feststellen. Und bei einer immer älter werdenden Gesellschaft nimmt natürlich auch die Zahl der Arthrose-Erkrankungen zu. Die Gründe, ob Arthrose bereits in jüngeren Jahren zu Beschwerden führt oder erst im hohen Alter, sind vielfältig. Faktoren wie Gewicht, mangelnde Aktivität (Sport und Bewegung), Stress, falsche Ernährung, Traumata (Verletzungen), Muskulatur, angeborene Gelenkfehlstellungen und einseitige intensive Belastung spielen alle eine Rolle. Einige dieser Faktoren wie Gewicht, ausreichend Bewegung, eine gute Muskulatur und Ernährung kann man selbst beeinflussen, andere leider nicht.
Laut des Vereins Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. leiden fast fünf Millionen Deutsche an Arthrose-Beschwerden mit steigender Tendenz.

Falsche Hoffnungen werden geweckt
Da wundert es nicht, dass es vor unseriösen Angeboten, die die Arthrose heilen sollen, nur so wimmelt. Bücher wie „Die Arthroselüge“ oder „Arthrose selbst heilen“ führen dazu, dass bei Betroffenen falsche Hoffnungen geweckt und bei den Autoren die Kassen gefüllt werden.

Medizinisch einwandfrei erwiesen ist, dass Arthrose bisher zumindest nicht heilbar ist in dem Sinne, dass diese sich wieder regeneriert. Es gibt aber eine Vielzahl von konservativen Maßnahmen, die das Fortschreiten der Arthrose zumindest etwas aufhalten oder verlangsamen, die Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhöhen können.
Und genau hier liegt die Crux für die Betroffenen:
Wie können sie herausfinden, welche angebotenen Therapien seriös und welche unseriös sind?

Was sollen die Betroffenen unternehmen und an wen sollen sie sich wenden? Gibt man in der Google-Suchmaschine „Arthrose“ ein, erhält man knapp neun Millionen Treffer, bei „Arthrose behandeln“ immer noch knapp 1,3 Millionen Treffer. Da wird es schwer, sich selektiv durchzuarbeiten und zu erkennen, ob es sich um Fehlinformationen, falsche Versprechungen oder seriöse Angebote handelt oder nicht.

Hinterfragen, recherchieren, vernetzen
Keinesfalls sollte man leichtsinnig oder blauäugig, sondern auf jeden Fall mit gesundem Menschenverstand und am Ende auch mutig an die Sache herangehen:

  • Schnell empfohlene und oft kostspielige Therapien hinterfragen und recherchieren (Fehlinformationen, falsche Versprechungen)
  • Keinesfalls dem Drängen zu einer schnellen OP nachgeben und zwar unabhängig davon, ob es um ein künstliches Gelenk oder eine Gelenk-Arthroskopie geht. Letztere richtet oft mehr Schaden als Nutzen an, besonders wenn keine absoluten Spezialisten am Werk sind (leichtsinnig).
  • Sich mit anderen Betroffenen vernetzen und von deren Erfahrungen profitieren
  • Sich in Arthrose- oder Selbsthilfegruppen wie z. B. das „Arthroseforum Austria“ oder die Facebook-Gruppe „TEPFIT“ Beide zeichnen sich durch Seriosität, Engagement und den „Non-Profit“–Gedanken aus.
  • Sich beim Deutschen Arthrose-Hilfe Verein informieren
  • Natürlich den Arzt und Physiotherapeuten des Vertrauens hinzuziehen
  • Zu guter Letzt sich auch gerne mal ausführlich auf der Webseite dieses Artikels umschauen. Wir, Heidi Rauch und ich, haben inzwischen fast über 10 Jahre Erfahrungen, Informationen, Ärztemeinungen, hilfreiche Links und Übungen – auch als Videos – gesammelt und zusammengestellt.
  • Und wenn alles ausgeschöpft ist, offen und gut informiert an einen möglichen Gelenkersatz herangehen (mutig)

Auch wenn unsere Webseite genau wie die beiden Bücher „Mut zur neuen Hüfte!!“ und „Mut zum neuen Knie!“ heißt, reden wir nicht einer vorschnellen OP das Wort. Wir wollen aber gleichwohl positiv zeigen, dass mit einem künstlichen Gelenk das Leben keinesfalls zu Ende ist, sondern im Gegenteil eine neue Lebensfreude beschert wird.

Kommen wir nun auf einzelne heute propagierte Therapie-Formen zu sprechen, bevor das künstliche Gelenk der letzte Ausweg zu sein scheint.

Heidi Rauch und Birgit Ferber-Busse

Stabilitätsübungen im Freien (Heidi und Birgit)

Ernährung
Diese sollte basisch sein und bedeutet: Wenig tierische Produkte, dafür viel Gemüse, Fisch und gesunde und hochwertige Pflanzenöle, wie Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl. Wenig bis keinen Alkohol und Rauchverzicht. Auch hoher Kaffeekonsum sollte gemieden werden, ebenso wie Limonade oder Cola. Alle genannten Getränke tragen zur Übersäuerung des Körpers bei. Eine dauerhafte Übersäuerung schadet den regenerativen Prozessen eines gesunden Gelenk-Knorpels. Darüber hinaus sind bestimmt Vitamine wichtig, wie B, C und E.
Außerdem werden einigen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und Muskat schmerzlindernde Fähigkeiten zugeschrieben, die durch die verbesserte Durchblutung der Gelenkschleimhaut entsteht.
Eine von vielen Quellen zum Nachlesen finden Sie hier…

Nahrungsergänzungs- und Arthrose-Mittelchen
Von allen in Hochglanzanzeigen propagierten Arthrose-Heilmitteln sollte man die Finger lassen. Im besten Fall haben diese überhaupt keine Wirkung, im schlechtesten Fall sind diese sogar schädlich.

Bzgl. Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie sich mit Ihrem Arzt des Vertrauens austauschen. Dieser sollte anhand eines Blutbildes einen möglichen Mangel an wichtigen Vitaminen, Nähr- und Botenstoffen ermitteln und diese dann ggf. gezielt und wohldosiert zuführen. Von einer Eigentherapie ist abzuraten.

Blutegel-Therapie
Diese kann Entzündungen und Schmerzen lindern. Dabei werden Blutegel an die betroffene Stelle gesetzt (meist das Knie). Sie saugen sich dann fest und geben dabei ein entzündungshemmendes Sekret ab. Diese Therapie muss privat bezahlt werden und kommt aus der Naturheilkunde.

Hyaluronsäure-Therapie
Hierbei wird unter Röntgenkontrolle Hyaluronsäure ins Gelenk injiziert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf einige hundert Euro. Es gibt auch Mischpräparate (Hyaluron mit Plättchenreichem Plasma – PRP), deren Wirkung noch besser und dauerhafter sein soll. Beide Therapieformen werden von den Kassen nicht bezahlt, da die Studienlage noch nicht ausreichend ist. Ich selbst kenne einige, die zumindest für einige Monate eine Schmerzreduktion und einen Bewegungsgewinn hatten. Ein Versuch mag es je nach Geldbeutel durchaus wert sein. Beim Hüftgelenk ist die Studienlage sehr dünn, beim Knie-Gelenk ist die Therapie evidenzbasiert. Siehe auch hier …

Physiotherapie
Natürlich spielt die klassische Form der Physiotherapie eine große Rolle.

Therapeutische Knie-Behandlung

Dazu zählen manuelle Therapie, Faszienbehandlung und Faszientraining. Hat man einen guten Physiotherapeuten gefunden, kann dieser einen bestens anleiten, nach den eigentlichen Behandlungseinheiten tägliche Übungen in Eigenverantwortung durchzuführen. Hier ist Ausdauer und Konstanz gefragt.


Sport und Bewegung
Das ist die einfachste und günstigste Form der Prävention und Therapie. Nordic-Walken, Nordic-Cross-Training, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Wandern oder auch einfach nur Gehen. Ist das Laufen nicht oder nur noch mit Schmerzen möglich, dann entweder Walking-Stöcke zur Unterstützung nehmen oder komplett auf das Radfahren und Schwimmen ausweichen. Nebeneffekt: Die Ausdauersportarten sind natürlich auch gut für Herz und Kreislauf.

Gewichtsreduktion
Dies ist vermutlich für einige die schwierigste Aufgabe. Das Problem am Übergewicht ist nicht nur die vermehrte Belastung der Gelenke, sondern vielmehr auch, dass das Fettgewebe entzündungsfördernde Hormone produziert, die sogenannten Adipokine. Adipokine verursachen Enzymkaskaden, die letztlich auch die Proteine der Knorpelmatrix abbauen und Knorpel weicher und weniger widerstandsfähig machen. Zusammen mit optimaler Ernährung sowie Sport und Bewegung ist Gewichtsreduktion die kostengünstigste Form der Therapie.

Knorpelzell-Therapie/-Transplantation
Auf diesem Gebiet wird seit einigen Jahren intensiv geforscht. Man hofft, irgendwann Knorpelzellen herstellen und zur Reparatur defekter Knorpel einsetzen zu können. Es werden diese Therapien aktuell bei minimalen Knorpelschäden bereits angewandt. Bei dieser arthroskopisch durchgeführten OP wird gesunder Knorpel an anderer Stelle des Gelenkes entnommen und über einige Wochen in einem Reagenzglas gezüchtet. Danach wird in einer 2. Operation dieser körpereigene Knorpel an der defekten Stelle eingesetzt. Es sind allerdings bestimmte Patienten-Voraussetzungen notwendig: Der Knorpelschaden darf nur sehr gering und das Alter der Patienten nicht zu hoch sein. Die Krankenkassen übernehmen inzwischen diese Operationen.

Fettzell-Therapie
Seit kurzem, ca. seit zwei Jahren, wird auch von einzelnen privaten Kliniken eine sog. Fettzelltherapie angeboten. Dabei werden Fettzellen im Körper entnommen und dem kranken Gelenk injiziert. Diese Therapie (ambulante Operation) soll lt. Versprechen der durchführenden Ärzte eine gute Möglichkeit sein, Arthrose zu stoppen und einen Gelenkersatz lange hinauszuschieben, wenn nicht sogar überflüssig zu machen. Diese privat zu zahlende Therapie kostet ca. 3.000,00 EUR und muss nach einiger Zeit wiederholt werden. In den mir vorliegenden sog. Studien ist davon die Rede, dass von ca. 20 Patienten, bei denen das durchgeführt wurde, etwa die Hälfte über einen Zeitraum von 6 bis maximal 12 Monate eine deutliche Schmerzreduktion und eine verbesserte Beweglichkeit hatten. Da dies aber auch mit vielen der vorstehend genannten anderen Therapien möglich ist, muss jeder selbst für sich beantworten, ob das sinnvoll ist. Stichwort: Gesunder Menschenverstand.
Trotzdem sollte man grundsätzlich neuen Therapieansätzen aufgeschlossen gegenüber stehen und auf weitere Studien und Forschungsergebnisse warten und hoffen.

Placebo-Effekt
Durchaus interessant und durch Studien erwiesen ist, dass besonders bei invasiven Therapien wie Injektionen sehr oft der sog. Placebo-Effekt festgestellt werden kann. D.h.: Die Patienten fühlen sich viel besser weil sie medizinisch behandelt wurden, auch wenn die injizierte Substanz völlig wirkungslos ist. Dieser Effekt stellt sich auch bei wirkungslosen Medikamenten ein, jedoch etwas abgeschwächter.


Neue Initiative: das KnorpelKompetenzNetzwerk e.V.

Das Problem der Betroffenen, sich durch das Dickicht der Angebote kämpfen zu müssen, um sich am Ende hoffentlich kompetent und richtig informiert bei Arthrose therapieren zu lassen, haben führende Orthopäden, Chef- und Fachärzte des Zentrums für Orthopädie, Unfallchirurgie & Sportmedizin Bonn genau erkannt und 2018 den Verein KnorpelKompetenzNetzwerk e.V. gegründet mit dem Ziel, als Bindeglied zwischen optimaler Behandlung und Patient zu fungieren.

Einer der Gründungsmitglieder, Dr. Jochen Müller-Stromberg, erläutert das so:

Im KnorpelKompetenzNetzwerk ist eine Gruppe von erfahrenen, besonders geschulten Ärzten und Therapeuten zusammengeführt, die untereinander abgestimmt agieren, eine optimierte Kommunikation führen und sich dabei dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis sowie den geltenden Leitlinien verpflichtet sehen.
Durch die enge Verzahnung der Mitglieder haben die Patienten kurzfristig Zugriff auf fundierte Beurteilungen ihrer Gesundheitssituation im Sinne einer Zweitmeinung.
Durch das Netzwerk erhält der Patient neben einer objektiven Beratung kurzfristig die notwendige, wissenschaftlich anerkannte Therapie, um die oft schwerwiegenden Folgen einer im Frühstadium verzögerten Therapie zu vermeiden.
Das Netzwerk steht offen für verschiedene Berufsgruppen, um alle notwendigen Kompetenzen zu bündeln. Neben Orthopäden und Unfallchirurgen sollen weitere Ärzte mit spezieller Qualifikation einbezogen werden. Dabei muss auch eine ernährungs- und sportmedizinische Beratung erfolgen. Mit der Einbindung von Physiotherapeuten und Sportmedizinern wird der zentrale Aspekt einer gezielten körperlichen Aktivität für die Behandlung und Prävention von Erkrankungen des Gelenkknorpels betont.
Die Beratung und Behandlung eines Patienten mit Knorpelschaden bzw. beginnender Arthrose ist trotz aller vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse stets individuell auf diesen Patienten abzustimmen.

Die Satzung des Vereins kann hier heruntergeladen werden.
Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Mit einem schriftlichen Antrag an den Vorstand können auch Nicht-Mediziner Mitglied werden. Diese Chance habe ich wahrgenommen und bin hocherfreut, dass meine Mitgliedschaft ab 1. Februar 2020 bestätigt wurde.

Diese Initiative ist ein ganz hervorragender Ansatz, die Kompetenzen zur Erforschung der Knorpelzüchtung und Knorpelregeneration zu bündeln, um in absehbarer Zeit hier neue Behandlungsmöglichkeiten für Arthrose-Betroffene zu schaffen und bereits heute den oft vernachlässigten Ansatz einer ganzheitlichen seriösen Therapie anzubieten und die Betroffenen damit von der Crux der Therapieauswahl zu befreien. Bleibt zu wünschen, dass diese Initiative bald deutschlandweit bekannt und mehr in Medien präsent wird. Für den Bereich der Sozialen Netzwerke werde ich das in Abstimmung mit dem Vereinsvorstand in Kürze übernehmen.

„Mut zur neuen Hüfte!!“ im Wiener „Kurier“ und im Magazin „Medico“

Wir freuen uns immer wieder, wenn Medien uns als Experten entdecken. So kam die Wiener Tageszeitung „Kurier“ auf Autorin Heidi Rauch zu, interviewte sie und veröffentlichte ihre Erfahrungen zur neuen Lebensqualität mit zwei Titanhüften mitsamt Buchtipp in der Samstagsausgabe vom 29. Juni 2019 (Auflage 128.000, 0,5 Mio. Leser!). Auch ein Facharzt kommt zu Wort.

Am 31. Juli folgt das Kurier-Magazin „Medico“ mit Heidis Geschichte sogar auf dem Titelbild. Hier gibt es das Ganze zum Nachlesen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Redakteurin! Wir sind wirklich dankbar und stolz, dass wir unsere Erfahrungen kontinuierlich seit 2012 über verschiedene Kanäle an die Frau und an den Mann bringen dürfen. Im privaten Umfeld tun wir das ja auch immer wieder.

Seit 1988 spielt Heidi Golf, seit 2012 mit zwei künstlichen Hüften.

Seit 1988 spielt Heidi Golf, seit 2012 mit zwei künstlichen Hüften.

Es vergeht eigentlich keine Golfrunde, in der ich nicht einem schmerzgeplagten Menschen Mut mache, den Schritt zur TEP zu wagen. Denn hinterher winkt neue Lebensfreude! Peter leistet diese Mutmach-Arbeit ganz wunderbar über die TEPFIT-Facebook-Gruppe.

Dazu passt auch prima der Kommentar von Heiko Seel in unserer Rubrik Leserstimmen auf dieser Seite, der uns vor wenigen Tagen erreicht hat. Heiko beschreibt, wie er sowohl durch unser Buch, als auch durch den direkten Kontakt zu Peter viele wertvolle Tipps erhalten hat, die ihm vor und auch nach der OP geholfen haben.

Selbst sind wir beide im besten Sinne Testimonials wie regelmäßiger Sport und tägliche Freude an der Bewegung unseren Geist und Körper fit halten – und damit unsere TEPs pflegen. Auf dass sie noch lange halten mögen…

In diesem Sinne wünschen wir allen einen bewegungsfreudigen Sommer – trotz Hitzetagen, die man mit Golf-Lauf-Radfahr-Runden am frühen kühlen Morgen gut umgehen kann.

TEPFITte Heidi im Berliner Sender Radio-XY

Meine liebe Buchautoren-Partner- und ‚Neu-Facebookerin‘ Heidi Rauch, stand dem Golfjournalisten Rainer Löhr für den Berliner digitalen Radiosender ‚Radio XY‘ im Gesundheitsmagazin Rede und Antwort. Dabei ging Heidi ausführlich auf die Zeit vor und nach ihren eigenen Operationen – sie ist ja bekanntermaßen wie ich eine ‚Doppel-Hüft-TEP-Trägerin‘ – ein. Die Kurzbesprechung unserer beiden gemeinsamen ‚Mutmach‘-Bücher, sowie ihre neue Facebook-Leidenschaft und die mit uns eng verbundene geschlossene Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‘, die inzwischen fast 750 Mitglieder hat, kamen dabei ebenso zur Sprache, wie ihr Appell zu möglichst viel Bewegung mit künstlichen Gelenken. Wer das knapp 10-minütige, kurzweilige Interview hören möchte, hat hier die Gelegenheit dazu.

Facebook – Nützliches Hüft-Netzwerk oder Zeitfresser?

Facebook – Nützliches Hüft-Netzwerk oder Zeitfresser?
von Heidi Rauch, 23.10.2015

Wer unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ gelesen hat, der weiß, dass Peter Herrchen und ich einiges gemeinsam haben: Wir sind derselbe Jahrgang, 1957, und sind beide mit zwei künstlichen Hüften sportlich wieder sehr aktiv. Der aufmerksame Leser merkt aber auch, dass wir grundverschieden sind: Ich bin alternativen Heilmethoden gegenüber sehr aufgeschlossen, er folgt doch mehrheitlich lieber der Schulmedizin; ich bin eher die Genuss-Sportlerin, er ist der Sportversessene, der seinen Körper schon auch gern schindet – äh, herausfordert.

Auch in puncto soziale Medien sind wir grundverschieden: Während ich den guten alten e-mails treu bleibe und schon beim Beantworten (müssen) von SMS-Nachrichten aufstöhne, (hass)liebt Peter vor allem Facebook sehr. Ich dagegen bin eine Facebook-Verweigerin. Aber ich muss zugeben: Peters Hüft-Facebook-Gruppe , die er zusammen mit Ulrike Steyer gegründet hat und betreibt und seit dieser Woche noch von Therese Schreiber, einer ehemaligen Hochleistungssportlerin, unterstützt wird, hat offensichtlich vielen Betroffenen sehr geholfen. Auch finden viele Facebook-Freunde nachweislich dadurch unser Buch eher. Das ist natürlich sehr erfreulich! Es lebe das virale Marketing!

Peter Herrchen und Heidi Rauch

Erinnerungen an ein Sommertreffen von Peter und Heidi

Andererseits hat sich Peter jüngst in seinem Blog das entschleunigte Leben einer Schnecke gewünscht und leise darüber gestöhnt, dass die Administration und Moderation der Seite doch sehr zeitaufwändig sei (die Mitgliederzahl hat sich diese Woche schon wieder um 20 erhöht). Ja, das ist es wohl. Aber ich möchte mich an dieser Stelle doch sehr dafür bedanken, dass er diese Zeit investiert – und das bei einem Fulltime-Job. Als freischaffende Autorin bin ich sicher näher an der Entschleunigung als er. Aber im Beantworten von e-mails unserer Leser oder Betroffener sind wir beide sicher gleich schnell!

Auf so ein MTB-Fully wie auf dem Foto würde sich Heidi Rauch nie schwingen, dafür schwingt sie lieber den Golfschläger.

„Mut zur neuen Hüfte!“ erstmals im Fernsehen!

Autorin Heidi Rauch und ihr Operateur Dr. Jürgen Radke sind Live-Studiogäste in der „Abendschau Der Süden“ des Bayerischen Fernsehens am 3. Juli 2014, um 17:30 Uhr

Ein Golfturnier macht`s möglich: Buchautorin Heidi Rauch lernt BR-Redakteurin Carolin Mayer kennen. Diese lässt ihre Mutter, selbst Trägerin zweier künstlicher Hüften, das Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ lesen und beschließt nach deren Begeisterung: das muss ins Fernsehen! Somit sind Heidi Rauch und ihr Operateur Dr. Jürgen Radke am Donnerstag, 3. Juli, um 17:30 Uhr Live-Studiogäste in der „Abendschau Der Süden“ des Bayerischen Fernsehens.

Gedreht wurde im Vorfeld bereits der so genannte „Einspieler“ im Golfclub München Eichenried, für den Heidi Rauch seit Jahren die PR-Arbeit macht. Kameramann Werner von Heybowitz drehte typische Szenen, die dank der beiden künstlichen Hüften, die Heidi Rauch 2011 bekam, nun wieder möglich sind: das schwere Golfbag aus dem Kofferraum heraushieven, Golfschuhe zubinden, zügig und rund gehen, auf der Driving Range schmerzfrei trainieren – mitsamt Hüftrotation. „Wahnsinn, man sieht gar nichts.“, wunderte sich das Drehteam. Heidi Rauchs Antwort: „Das war ja auch der Sinn der OP. Sie hätten mich mal vorher humpeln und ächzen sehen sollen!“

Dreharbeiten im Golfclub Eichenried mit Heidi Rauch für die BR Abendschau

Dreharbeiten im Golfclub Eichenried mit Heidi Rauch für die BR Abendschau

Das Interessante an dem Studiogespräch wird auch sein, dass Operateur Dr. Jürgen Radke im letzten Jahr selbst eine künstliche Hüfte implantiert bekommen hat, und zwar von seinem Sohn Dr. Stefan Radke im Münchner Rotkreuzklinikum. Hier hat Dr. Radke senior bis zu seiner Pensionierung 2012 rund 15.000 Hüft-OPs durchgeführt. Er war selbst erstaunt, wie zügig er wieder fit war: „Ich bin nach zwei Wochen schon wieder ohne Krücken gegangen. Die OP-Techniken sind tatsächlich inzwischen so weit, dass je nach Konstitution meine vorsichtige Herangehensweise mit der sechswöchigen Gehhilfen-Empfehlung überholt ist.“, gibt er zu. Heidi Rauch ist ihm trotzdem dankbar, dass er ihre Energie nach ihren beiden Hüft-OPs 2011 etwas eingebremst hat: „Mir hat es gut getan, langsam wieder meine Balance zu finden. Ich habe ja konsequent an meinem Muskelaufbau gearbeitet und habe nach drei Monaten wieder Golf gespielt und bin nach dreieinhalb Monaten wieder Ski gefahren.“

Auch Dr. Radke spielt längst wieder Golf. Einer gemeinsamen Partie in diesem Sommer steht also nichts im Weg! Aber vorher wollen beide den betroffenen Fernsehzuschauern am 3. Juli getreu dem Titel des Ratgebers „Mut zur neuen Hüfte!“ Mut machen, den notwendigen Schritt nicht zu lange hinauszuzögern und sich vertrauensvoll in erfahrene Hände zu begeben. Die neu gewonnene Beweglichkeit führt zu einer Lebensqualität und Lebensfreude, die keiner missen sollte!

PR für unser Knie-Buch kommt in Fahrt

Nachdem unser neues Buch Mut zum neuen Knie!Blick ins Buch jetzt seit gut zwei Monaten auf dem Markt ist, nimmt auch die PR Fahrt auf. Nach einem Radio-Interview bei Bayernwelle – Treffpunkt Salzburg im März, in dem Heidi Rauch Rede und Antwort stand, ist Mut zum neuen Knie! nun auch mehrfach in den Printmedien vertreten.
Zuletzt im Isar-Anzeiger in der Ausgabe vom 24.04.2014 und im Fairway Golf Magazin 2014 des Golfclubs Eichenried.
Weitere Presseartikel sind in den nächsten Wochen geplant, bzw. bereits angestoßen.
Unser erstes Buch Mut zur neuen Hüfte! erfreut sich seit der Erstausgabe im September 2012 weiterhin konstant steigender Beliebtheit.
Dies zeigt sich neben den Verkaufszahlen an den ausnahmslos sehr guten Rezensionen bei Amazon. Auch für unser Knie-Buch gab es bis jetzt nur 5 Sterne-Berwertungen!

TV Beitrag im Regional Fernsehen Oberbayern

RFO TV-BeitragTV-Beitrag mit Hüftbuchautorin und Golferin Heidi Rauch auf dem Übungsplatz City Golf Rosenheim: Moderatorin Anna Singer befragt die Titanhüften-Golferin zu Sport mit künstlichem Hüftgelenk und bekommt ihren ersten Golf-Unterricht. Der Beitrag wird am Freitag, den 27. 9. 2013, im Regionalfernsehen Oberbayern (RFO) ausgestrahlt. Sobald der exakte Sendetermin feststeht, erfahren Sie es hier und in Facebook! Ab 20 Uhr des Sendetages kann man die ca. 7 Minuten auch in der Mediathek sehen auf www.rfo.de. Im übrigen ist RFO auch über Satellit Astra zu empfangen.