Was tun bei Arthrose-Beschwerden? Die Crux der Therapieauswahl

Peter auf dem MTB

Die Volkskrankheit Arthrose ist ständig und überall präsent. Nicht alle haben Beschwerden, aber eine Abnutzung des Gelenkknorpels lässt sich bei fast jedem Erwachsenen ab einem gewissen Lebensalter radiologisch feststellen. Und bei einer immer älter werdenden Gesellschaft nimmt natürlich auch die Zahl der Arthrose-Erkrankungen zu. Die Gründe, ob Arthrose bereits in jüngeren Jahren zu Beschwerden führt oder erst im hohen Alter, sind vielfältig. Faktoren wie Gewicht, mangelnde Aktivität (Sport und Bewegung), Stress, falsche Ernährung, Traumata (Verletzungen), Muskulatur, angeborene Gelenkfehlstellungen und einseitige intensive Belastung spielen alle eine Rolle. Einige dieser Faktoren wie Gewicht, ausreichend Bewegung, eine gute Muskulatur und Ernährung kann man selbst beeinflussen, andere leider nicht.
Laut des Vereins Deutsche Arthrose-Hilfe e. V. leiden fast fünf Millionen Deutsche an Arthrose-Beschwerden mit steigender Tendenz.

Falsche Hoffnungen werden geweckt
Da wundert es nicht, dass es vor unseriösen Angeboten, die die Arthrose heilen sollen, nur so wimmelt. Bücher wie „Die Arthroselüge“ oder „Arthrose selbst heilen“ führen dazu, dass bei Betroffenen falsche Hoffnungen geweckt und bei den Autoren die Kassen gefüllt werden.

Medizinisch einwandfrei erwiesen ist, dass Arthrose bisher zumindest nicht heilbar ist in dem Sinne, dass diese sich wieder regeneriert. Es gibt aber eine Vielzahl von konservativen Maßnahmen, die das Fortschreiten der Arthrose zumindest etwas aufhalten oder verlangsamen, die Schmerzen lindern und die Beweglichkeit erhöhen können.
Und genau hier liegt die Crux für die Betroffenen:
Wie können sie herausfinden, welche angebotenen Therapien seriös und welche unseriös sind?

Was sollen die Betroffenen unternehmen und an wen sollen sie sich wenden? Gibt man in der Google-Suchmaschine „Arthrose“ ein, erhält man knapp neun Millionen Treffer, bei „Arthrose behandeln“ immer noch knapp 1,3 Millionen Treffer. Da wird es schwer, sich selektiv durchzuarbeiten und zu erkennen, ob es sich um Fehlinformationen, falsche Versprechungen oder seriöse Angebote handelt oder nicht.

Hinterfragen, recherchieren, vernetzen
Keinesfalls sollte man leichtsinnig oder blauäugig, sondern auf jeden Fall mit gesundem Menschenverstand und am Ende auch mutig an die Sache herangehen:

  • Schnell empfohlene und oft kostspielige Therapien hinterfragen und recherchieren (Fehlinformationen, falsche Versprechungen)
  • Keinesfalls dem Drängen zu einer schnellen OP nachgeben und zwar unabhängig davon, ob es um ein künstliches Gelenk oder eine Gelenk-Arthroskopie geht. Letztere richtet oft mehr Schaden als Nutzen an, besonders wenn keine absoluten Spezialisten am Werk sind (leichtsinnig).
  • Sich mit anderen Betroffenen vernetzen und von deren Erfahrungen profitieren
  • Sich in Arthrose- oder Selbsthilfegruppen wie z. B. das „Arthroseforum Austria“ oder die Facebook-Gruppe „TEPFIT“ Beide zeichnen sich durch Seriosität, Engagement und den „Non-Profit“–Gedanken aus.
  • Sich beim Deutschen Arthrose-Hilfe Verein informieren
  • Natürlich den Arzt und Physiotherapeuten des Vertrauens hinzuziehen
  • Zu guter Letzt sich auch gerne mal ausführlich auf der Webseite dieses Artikels umschauen. Wir, Heidi Rauch und ich, haben inzwischen fast über 10 Jahre Erfahrungen, Informationen, Ärztemeinungen, hilfreiche Links und Übungen – auch als Videos – gesammelt und zusammengestellt.
  • Und wenn alles ausgeschöpft ist, offen und gut informiert an einen möglichen Gelenkersatz herangehen (mutig)

Auch wenn unsere Webseite genau wie die beiden Bücher „Mut zur neuen Hüfte!!“ und „Mut zum neuen Knie!“ heißt, reden wir nicht einer vorschnellen OP das Wort. Wir wollen aber gleichwohl positiv zeigen, dass mit einem künstlichen Gelenk das Leben keinesfalls zu Ende ist, sondern im Gegenteil eine neue Lebensfreude beschert wird.

Kommen wir nun auf einzelne heute propagierte Therapie-Formen zu sprechen, bevor das künstliche Gelenk der letzte Ausweg zu sein scheint.

Heidi Rauch und Birgit Ferber-Busse

Stabilitätsübungen im Freien (Heidi und Birgit)

Ernährung
Diese sollte basisch sein und bedeutet: Wenig tierische Produkte, dafür viel Gemüse, Fisch und gesunde und hochwertige Pflanzenöle, wie Olivenöl, Leinöl oder Walnussöl. Wenig bis keinen Alkohol und Rauchverzicht. Auch hoher Kaffeekonsum sollte gemieden werden, ebenso wie Limonade oder Cola. Alle genannten Getränke tragen zur Übersäuerung des Körpers bei. Eine dauerhafte Übersäuerung schadet den regenerativen Prozessen eines gesunden Gelenk-Knorpels. Darüber hinaus sind bestimmt Vitamine wichtig, wie B, C und E.
Außerdem werden einigen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und Muskat schmerzlindernde Fähigkeiten zugeschrieben, die durch die verbesserte Durchblutung der Gelenkschleimhaut entsteht.
Eine von vielen Quellen zum Nachlesen finden Sie hier…

Nahrungsergänzungs- und Arthrose-Mittelchen
Von allen in Hochglanzanzeigen propagierten Arthrose-Heilmitteln sollte man die Finger lassen. Im besten Fall haben diese überhaupt keine Wirkung, im schlechtesten Fall sind diese sogar schädlich.

Bzgl. Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie sich mit Ihrem Arzt des Vertrauens austauschen. Dieser sollte anhand eines Blutbildes einen möglichen Mangel an wichtigen Vitaminen, Nähr- und Botenstoffen ermitteln und diese dann ggf. gezielt und wohldosiert zuführen. Von einer Eigentherapie ist abzuraten.

Blutegel-Therapie
Diese kann Entzündungen und Schmerzen lindern. Dabei werden Blutegel an die betroffene Stelle gesetzt (meist das Knie). Sie saugen sich dann fest und geben dabei ein entzündungshemmendes Sekret ab. Diese Therapie muss privat bezahlt werden und kommt aus der Naturheilkunde.

Hyaluronsäure-Therapie
Hierbei wird unter Röntgenkontrolle Hyaluronsäure ins Gelenk injiziert. Die Kosten hierfür belaufen sich auf einige hundert Euro. Es gibt auch Mischpräparate (Hyaluron mit Plättchenreichem Plasma – PRP), deren Wirkung noch besser und dauerhafter sein soll. Beide Therapieformen werden von den Kassen nicht bezahlt, da die Studienlage noch nicht ausreichend ist. Ich selbst kenne einige, die zumindest für einige Monate eine Schmerzreduktion und einen Bewegungsgewinn hatten. Ein Versuch mag es je nach Geldbeutel durchaus wert sein. Beim Hüftgelenk ist die Studienlage sehr dünn, beim Knie-Gelenk ist die Therapie evidenzbasiert. Siehe auch hier …

Physiotherapie
Natürlich spielt die klassische Form der Physiotherapie eine große Rolle.

Therapeutische Knie-Behandlung

Dazu zählen manuelle Therapie, Faszienbehandlung und Faszientraining. Hat man einen guten Physiotherapeuten gefunden, kann dieser einen bestens anleiten, nach den eigentlichen Behandlungseinheiten tägliche Übungen in Eigenverantwortung durchzuführen. Hier ist Ausdauer und Konstanz gefragt.


Sport und Bewegung
Das ist die einfachste und günstigste Form der Prävention und Therapie. Nordic-Walken, Nordic-Cross-Training, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Wandern oder auch einfach nur Gehen. Ist das Laufen nicht oder nur noch mit Schmerzen möglich, dann entweder Walking-Stöcke zur Unterstützung nehmen oder komplett auf das Radfahren und Schwimmen ausweichen. Nebeneffekt: Die Ausdauersportarten sind natürlich auch gut für Herz und Kreislauf.

Gewichtsreduktion
Dies ist vermutlich für einige die schwierigste Aufgabe. Das Problem am Übergewicht ist nicht nur die vermehrte Belastung der Gelenke, sondern vielmehr auch, dass das Fettgewebe entzündungsfördernde Hormone produziert, die sogenannten Adipokine. Adipokine verursachen Enzymkaskaden, die letztlich auch die Proteine der Knorpelmatrix abbauen und Knorpel weicher und weniger widerstandsfähig machen. Zusammen mit optimaler Ernährung sowie Sport und Bewegung ist Gewichtsreduktion die kostengünstigste Form der Therapie.

Knorpelzell-Therapie/-Transplantation
Auf diesem Gebiet wird seit einigen Jahren intensiv geforscht. Man hofft, irgendwann Knorpelzellen herstellen und zur Reparatur defekter Knorpel einsetzen zu können. Es werden diese Therapien aktuell bei minimalen Knorpelschäden bereits angewandt. Bei dieser arthroskopisch durchgeführten OP wird gesunder Knorpel an anderer Stelle des Gelenkes entnommen und über einige Wochen in einem Reagenzglas gezüchtet. Danach wird in einer 2. Operation dieser körpereigene Knorpel an der defekten Stelle eingesetzt. Es sind allerdings bestimmte Patienten-Voraussetzungen notwendig: Der Knorpelschaden darf nur sehr gering und das Alter der Patienten nicht zu hoch sein. Die Krankenkassen übernehmen inzwischen diese Operationen.

Fettzell-Therapie
Seit kurzem, ca. seit zwei Jahren, wird auch von einzelnen privaten Kliniken eine sog. Fettzelltherapie angeboten. Dabei werden Fettzellen im Körper entnommen und dem kranken Gelenk injiziert. Diese Therapie (ambulante Operation) soll lt. Versprechen der durchführenden Ärzte eine gute Möglichkeit sein, Arthrose zu stoppen und einen Gelenkersatz lange hinauszuschieben, wenn nicht sogar überflüssig zu machen. Diese privat zu zahlende Therapie kostet ca. 3.000,00 EUR und muss nach einiger Zeit wiederholt werden. In den mir vorliegenden sog. Studien ist davon die Rede, dass von ca. 20 Patienten, bei denen das durchgeführt wurde, etwa die Hälfte über einen Zeitraum von 6 bis maximal 12 Monate eine deutliche Schmerzreduktion und eine verbesserte Beweglichkeit hatten. Da dies aber auch mit vielen der vorstehend genannten anderen Therapien möglich ist, muss jeder selbst für sich beantworten, ob das sinnvoll ist. Stichwort: Gesunder Menschenverstand.
Trotzdem sollte man grundsätzlich neuen Therapieansätzen aufgeschlossen gegenüber stehen und auf weitere Studien und Forschungsergebnisse warten und hoffen.

Placebo-Effekt
Durchaus interessant und durch Studien erwiesen ist, dass besonders bei invasiven Therapien wie Injektionen sehr oft der sog. Placebo-Effekt festgestellt werden kann. D.h.: Die Patienten fühlen sich viel besser weil sie medizinisch behandelt wurden, auch wenn die injizierte Substanz völlig wirkungslos ist. Dieser Effekt stellt sich auch bei wirkungslosen Medikamenten ein, jedoch etwas abgeschwächter.


Neue Initiative: das KnorpelKompetenzNetzwerk e.V.

Das Problem der Betroffenen, sich durch das Dickicht der Angebote kämpfen zu müssen, um sich am Ende hoffentlich kompetent und richtig informiert bei Arthrose therapieren zu lassen, haben führende Orthopäden, Chef- und Fachärzte des Zentrums für Orthopädie, Unfallchirurgie & Sportmedizin Bonn genau erkannt und 2018 den Verein KnorpelKompetenzNetzwerk e.V. gegründet mit dem Ziel, als Bindeglied zwischen optimaler Behandlung und Patient zu fungieren.

Einer der Gründungsmitglieder, Dr. Jochen Müller-Stromberg, erläutert das so:

Im KnorpelKompetenzNetzwerk ist eine Gruppe von erfahrenen, besonders geschulten Ärzten und Therapeuten zusammengeführt, die untereinander abgestimmt agieren, eine optimierte Kommunikation führen und sich dabei dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis sowie den geltenden Leitlinien verpflichtet sehen.
Durch die enge Verzahnung der Mitglieder haben die Patienten kurzfristig Zugriff auf fundierte Beurteilungen ihrer Gesundheitssituation im Sinne einer Zweitmeinung.
Durch das Netzwerk erhält der Patient neben einer objektiven Beratung kurzfristig die notwendige, wissenschaftlich anerkannte Therapie, um die oft schwerwiegenden Folgen einer im Frühstadium verzögerten Therapie zu vermeiden.
Das Netzwerk steht offen für verschiedene Berufsgruppen, um alle notwendigen Kompetenzen zu bündeln. Neben Orthopäden und Unfallchirurgen sollen weitere Ärzte mit spezieller Qualifikation einbezogen werden. Dabei muss auch eine ernährungs- und sportmedizinische Beratung erfolgen. Mit der Einbindung von Physiotherapeuten und Sportmedizinern wird der zentrale Aspekt einer gezielten körperlichen Aktivität für die Behandlung und Prävention von Erkrankungen des Gelenkknorpels betont.
Die Beratung und Behandlung eines Patienten mit Knorpelschaden bzw. beginnender Arthrose ist trotz aller vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse stets individuell auf diesen Patienten abzustimmen.

Die Satzung des Vereins kann hier heruntergeladen werden.
Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Mit einem schriftlichen Antrag an den Vorstand können auch Nicht-Mediziner Mitglied werden. Diese Chance habe ich wahrgenommen und bin hocherfreut, dass meine Mitgliedschaft ab 1. Februar 2020 bestätigt wurde.

Diese Initiative ist ein ganz hervorragender Ansatz, die Kompetenzen zur Erforschung der Knorpelzüchtung und Knorpelregeneration zu bündeln, um in absehbarer Zeit hier neue Behandlungsmöglichkeiten für Arthrose-Betroffene zu schaffen und bereits heute den oft vernachlässigten Ansatz einer ganzheitlichen seriösen Therapie anzubieten und die Betroffenen damit von der Crux der Therapieauswahl zu befreien. Bleibt zu wünschen, dass diese Initiative bald deutschlandweit bekannt und mehr in Medien präsent wird. Für den Bereich der Sozialen Netzwerke werde ich das in Abstimmung mit dem Vereinsvorstand in Kürze übernehmen.

Bewegungsfreudige Weihnachtsgrüße

Es ist Winter. Und damit kommt auch der gute alte Schweinehund wieder zum Vorschein. Denn die kalte Jahreszeit hat für viele – vor allem für Berufstätige – den Nachteil, dass die Tage kürzer sind und somit Outdoor-Sport am Abend mühsamer ist. Wer mag schon mit Stirnlampe und warm eingepackt seine Runden drehen – mit Nordic Walking-Stöcken, auf dem gut beleuchteten Fahrrad oder als Jogger mit blinkenden Schuhen? Da gehört schon viel Überwindung des berühmten inneren Schweinehunds dazu.

Wir Buchautoren am Start zu Fitness-Übungen im Freien

Wir Buchautoren am Start zu Fitness-Übungen im Freien

Wir Titanhüften-Träger oder wahlweise Knie-TEPler sollten uns aber bewegen, um unsere künstlichen Gelenke und die sie stützenden Muskeln in Schwung zu halten. Ganz abgesehen davon, dass unser Herz-Kreislaufsystem uns jede einigermaßen sportliche Bewegung dankt. Was also tun? Wir Buchautoren, Peter Herrchen und Heidi Rauch, haben uns da unsere Gedanken gemacht und möchten Sie, liebe Leser, gern mit unseren Videos animieren zu Bewegung in jeder Jahreszeit. Am besten Sie abonnieren unseren TEPFIT-Youtube-Kanal. Mut zur Bewegung!

Die grünen Smovey-Ringe kann man zu jedem Spaziergang mitnehmen.

Die grünen Smovey-Ringe kann man zu jedem Spaziergang mitnehmen.

Wir haben uns einmal einen Fitness-Parcours im Wald ausgesucht (früher: Trimm-Dich-Pfad) und einmal die heimische Wohnung. Einmal Frischluft- und einmal Allwetter-Programm also. Es sind durchaus auch die kleinen, regelmäßigen Einheiten, die zählen. Das geht vom Treppensteigen statt Aufzugfahren über den Spaziergang zum Einkaufen bis hin zum Training auf dem Hometrainer alias Ergometer. Vielleicht wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk auch ein Abo fürs nahe gelegene Fitness-Studio? Man muss dann natürlich auch hingehen….

Ach ja, und es gibt sie noch, die guten alten Schwimmbäder, die in Deutschland allmählich auszusterben drohen, weil ihr Unterhalt so kostspielig ist. Es gilt also, sie zu besuchen und damit zu zeigen: Wir brauchen sie! Gerade für TEP-Träger und auch vor der OP ist das Schwimmen ideal. Und hinterher fühlt man sich – wie nach jeder Bewegung – erst k. o. und dann wie neugeboren!

In diesem Sinne wünschen wir all unseren Lesern eine bewegungsfreudige Weihnachtszeit und einen guten Start in ein gesundes Neues Jahr 2020!

Sport-Prominente in unseren Mutmach-Ratgebern

Es ist immer wieder schön, wenn man nach Jahren von Buch-Mitwirkenden hört, dass es ihnen gut geht. Jüngste persönliche Begegnung: Klaus Wolfermann, Olympiasieger 1972 in München im Speerwerfen, konzentriert sich mittlerweile mehr aufs Golfspielen und hat deswegen Autorin Heidi Rauch kontaktiert.

Klaus Wolfermann und Heidi Rauch im GC Reit im Winkl mit Buch und Bayern-Schuh

Er veranstaltet nämlich im Jahr ein gutes Dutzend Charity-Turniere für die Kinderhilfe Organtransplantation KIO und sucht dafür immer wieder Sponsoren. Da sind ihm in einer Golfzeitschrift die handgefertigten italienischen Golfschuhe von Belleggia ins Auge gefallen, die Heidi Rauch aus ihrer mittelitalienischen Zweitheimat exklusiv importiert. Ein Anruf – und schon ist unsere Golferin bei zwei Turnieren 2019 dabei und Klaus Wolfermann trägt stützende Belleggia-Golfschuhe im Bayern-Design! Erstes Treffen war im Golfclub Reit im Winkl, das nächste folgt im Golfclub Feldafing.

Fazit nach der ersten Begegnung: Der Titanhüfte geht es bestens, ein Hund hält Klaus Wolfermann auch abseits des Golfplatzes fit. Denn Bewegung muss sein für den umtriebigen 73-Jährigen.

Klaus Augenthaler beim Interview zu „Mut zur neuen Hüfte!!“ mit Peter Herrchen

Während dieser prominente Klaus in unserer ersten Auflage von seinen Erfahrungen mit der Hüft-TEP berichtet, tut dies ein anderer Klaus in unserer Neuauflage von „Mut zur neuen Hüfte!!“: Fußball-Legende Klaus Augenthaler. Ende August mischte sich der 61-Jährige wieder unter die Bayern-Spieler, und zwar in seiner Heimatstadt Vilshofen, wo das Fußballstadion nach dem prominenten Sohn der Stadt benannt wurde.

Sein Fazit: Laufduelle mit den 25-Jährigen kann er nicht mehr gewinnen, aber Spaß hat`s gemacht. Und die Hüft-TEP hält natürlich auch bombig. Oh, Verzeihung, der Bomber war ja ein anderer… Statt Gerd Müller war allerdings Thomas Müller bei diesem „Traumspiel“ dabei. Beide unseres Wissens noch ohne TEP – im Gegensatz zu Spitzen-Tennisspielerin wie Boris Becker oder Andy Murray.

„Mut zur neuen Hüfte!!“ im Wiener „Kurier“ und im Magazin „Medico“

Wir freuen uns immer wieder, wenn Medien uns als Experten entdecken. So kam die Wiener Tageszeitung „Kurier“ auf Autorin Heidi Rauch zu, interviewte sie und veröffentlichte ihre Erfahrungen zur neuen Lebensqualität mit zwei Titanhüften mitsamt Buchtipp in der Samstagsausgabe vom 29. Juni 2019 (Auflage 128.000, 0,5 Mio. Leser!). Auch ein Facharzt kommt zu Wort.

Am 31. Juli folgt das Kurier-Magazin „Medico“ mit Heidis Geschichte sogar auf dem Titelbild. Hier gibt es das Ganze zum Nachlesen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Redakteurin! Wir sind wirklich dankbar und stolz, dass wir unsere Erfahrungen kontinuierlich seit 2012 über verschiedene Kanäle an die Frau und an den Mann bringen dürfen. Im privaten Umfeld tun wir das ja auch immer wieder.

Seit 1988 spielt Heidi Golf, seit 2012 mit zwei künstlichen Hüften.

Seit 1988 spielt Heidi Golf, seit 2012 mit zwei künstlichen Hüften.

Es vergeht eigentlich keine Golfrunde, in der ich nicht einem schmerzgeplagten Menschen Mut mache, den Schritt zur TEP zu wagen. Denn hinterher winkt neue Lebensfreude! Peter leistet diese Mutmach-Arbeit ganz wunderbar über die TEPFIT-Facebook-Gruppe.

Dazu passt auch prima der Kommentar von Heiko Seel in unserer Rubrik Leserstimmen auf dieser Seite, der uns vor wenigen Tagen erreicht hat. Heiko beschreibt, wie er sowohl durch unser Buch, als auch durch den direkten Kontakt zu Peter viele wertvolle Tipps erhalten hat, die ihm vor und auch nach der OP geholfen haben.

Selbst sind wir beide im besten Sinne Testimonials wie regelmäßiger Sport und tägliche Freude an der Bewegung unseren Geist und Körper fit halten – und damit unsere TEPs pflegen. Auf dass sie noch lange halten mögen…

In diesem Sinne wünschen wir allen einen bewegungsfreudigen Sommer – trotz Hitzetagen, die man mit Golf-Lauf-Radfahr-Runden am frühen kühlen Morgen gut umgehen kann.

Mut zur Revisions-OP – Herausforderung und Chance zugleich

Chefarzt Dr. Christian Fulghum (endogap) mit Peter (auch wieder stehend) eine Woche nach der OP

Wenn in unseren beiden Büchern von „Mut zur neuen Hüfte!“ und „Mut zum neuen Knie!“ die Rede ist, denken alle meist nur an eine Erstimplantation des neuen Gelenkes. Allerdings gewinnt das Thema „Austausch des Gelenkes“ (Fachbegriff Revision) immer mehr an Bedeutung angesichts der ca. 400.000 operativen Erstversorgungen mit einem Gelenkersatz Hüfte oder Knie pro Jahr. Und natürlich haben die Patienten, die vor einer Erstoperation stehen, Ängste und Fragen in Bezug auf die Haltbarkeit der Implantate. Die gute Nachricht ist, dass durch besseres Material und modernere OP-Methoden das künstliche Gelenk statistisch immer längere Standzeiten hat. Allerdings werden, nicht zuletzt aus diesem Grund, auch immer jüngeren Patienten künstliche Gelenke eingesetzt, die dann naturgemäß bei 40- bis 50-Jährigen intensiver beansprucht werden als bei Patienten jenseits der 70 Jahre. Somit werden die Revisions-Eingriffe jedes Jahr weiter ansteigen.

Diese stellen eine besondere Herausforderung für Ärzte wie Betroffene dar, je nach Art der notwendigen Revision. Haben sich „nur“ die Gleitpaarungen über die Jahre abgenutzt und Schaft sowie Pfanne sind noch perfekt verankert, so werden auch nur die Gleitpaarungen gewechselt. Salopp wird hier oft von einem „Reifenwechsel“ gesprochen, was natürlich der Schwere des Eingriffs nicht gerecht wird. Haben sich dagegen der Hüft-Schaft und/oder die Pfanne gelockert, muss alles ausgetauscht werden. Sind dabei die Komponenten noch einzementiert, wie das vor ca. 20 Jahren bei Hüft-TEPs noch die Regel war, wird es ungleich schwieriger. Beim Schaft ist es meist notwendig, den Oberschenkel-Knochen seitlich aufzuschneiden, um den alten Zement komplett entfernen zu können. Mein „unfreiwilliger Selbstversuch“ von der OP bis zur vollständigen Wiederherstellung ist als Tagebuch, aus dem ein sehr persönliches „Jahresbuch“ geworden ist, hier nachzulesen.
Noch wichtiger, als bei einer Erst-OP sind die Erfahrung und Kompetenzen der Klinik bzw. des OP-Teams. Nur mit einem Operateur, der viele komplizierte Wechsel-OPs erfolgreich durchgeführt hat, hat der Betroffene eine sehr hohe Chance, dass die OP perfekt gelingt und die Genesung optimal verläuft. Eine echte Alternative zur Wechsel-OP gibt es ohnehin nicht. Nicht operieren heißt für die Betroffenen: dauerhafte Schmerzen, mittelfristig Komplettversagen des Implantats und langfristig Rollstuhl.
„Mut zur Revision“ bedeutet zwingend, sich vorher gut zu informieren und vorzubereiten und nach der OP hart, aber mit Augenmaß an sich zu arbeiten – ohne dabei die Ratschläge von erfahrenen Ärzten und Physiotherapeuten zu missachten. Viel hilft in diesem Fall nicht immer viel.

Peter mit Markus Roßmann vor dessen neuen Räumlichkeiten in Bad Wiessee am Tegernsee

Eine sehr gute Möglichkeit neben Reha, Physiotherapie und eigenem Training wieder schnell auf die Beine zu kommen und Dysbalancen, wie sie durch den operativen Eingriff entstanden sind, auszugleichen, sind Rolfing und Faszientraining bzw. Faszienbehandlungen – auch Gangschule gehört dazu. Anfang April hatte ich die Gelegenheit, den Dipl.-Sportl.Univ., Fazienexperten und Certified Rolfer TM Markus Roßmann in seiner neuen und meiner Zweit-Heimat am Tegernsee zu besuchen und unter dem Slogan „TEPFIT trifft Faszie“ zu o. g. Themen ein knapp 10-minütiges Interview mit ihm zu führen. Zu sehen und zu hören ist es natürlich auf unserem eigenen YouTube-Kanal. Wer diesen noch nicht abonniert hat, sollte das am besten gleich nachholen, um keine neuen Beiträge zu verpassen.

 

 

Ausgabe 01/2019 des endolife-Magazins mit Mut zur neuen Hüfte!!

Seit über 10 Jahren erscheint zweimal jährlich das hauseigene Magazin endolife der endogap – Klinik für Gelenkersatz in Garmisch-Partenkirchen. Es werden dort die aktuellen Entwicklungen der Endoprothetik genauso behandelt, wie Patientengeschichten oder spezielle Verfahren, die in der endogap angewandt werden. Ich hatte vor nunmehr 10 Jahren die große Ehre, in der Sommer-Ausgabe 2009 auf Seite 6 als Patient vorgestellt zu werden.
In der aktuellen Ausgabe 01/2019 warten selbstverständlich erneut sehr interessante Themen auf die Leser. Ein Schwerpunkt ist 50-Jahre Endoprothetik, die Chefarzt Dr. Christian Fulghum eindrucksvoll vorstellt. Dr. Andreas Berger, Oberarzt der endogap, erläutert die Prinzipien und Verfahren für die Auswahl des optimalen Schaftsystems für die Hüfte.
Bei meiner Revision im April 2018 habe ich selbst erfahren wie wichtig das ist.

Was uns Autoren an der aktuellen Ausgabe natürlich ganz besonders gefällt, ist die Magazinseite 5. Dort wurde unserer Neuauflage „Mut zur neuen Hüfte!!“ knapp eine halbe Seite gewidmet.
Wer übrigens das Magazin immer pünktlich im Briefkasten haben möchte, muss nur auf Seite 6 die Postkarte ausfüllen und absenden!
Alle bisher erschienen Ausgaben können auf der Haupt-Webseite am Ende downgeloadet werden.

Unsere Highlights im 1. Halbjahr 2019

TEPFIT und jede Menge Spaß – Hagen 2018

Auch 2019 haben wir wieder einiges für Sie in der Pipeline: Einer der Höhepunkte im ersten Halbjahr ist dabei das inzwischen 3. TEPFIT-Treffen (Gesundheits-Workshop).
Als Austragungsort haben wir uns nach Erding im Süden (2016) und Hagen in der Mitte (2018) dieses Mal die Bundeshauptstadt Berlin ausgesucht. Freuen Sie sich auf volles und fachliches Programm vom 5.4 – 7.4.2019. Der Hauptveranstaltungstag ist dabei der Samstag. Am Vormittag erwarten Sie drei hochkarätige Fachärzte-Vorträge zu den Themen ‚Knie, Infektiologie und Stammzelltherapie‘ in der Charité Berlin Mitte und nach dem Lunch ein Aktiv-Programm im Dock 11 Tanzstudio unter fachlicher Anleitung mit Yoga und Zumba für TEP-Träger.
Einige Plätze sind noch frei.
Am besten schnell hier anmelden. Alle weiteren Details sind dort ebenfalls zu finden. 

Darüberhinaus setzen wir unsere lose Reihe der TEPFIT-Video-Clips auf unserem YouTube-Kanal fort, in denen wir kleine aber effektive Übungen zeigen, die Sie nach einer Operation schnell wieder auf die ‚muskulären‘ Beine bringen. Am besten den Kanal gleich abonnieren, um kein neues Video zu verpassen. Der nächste Clip folgt noch in diesem Monat!

Eine weitere sehr interessante Veranstaltung findet dann vom 3.5 – 5.5.2019 in Bonn statt. Unter dem Titel ‚endofit – beweglich und fit mit Endoprothese‘, veranstaltet das GK-Bonn unter der Leitung des Chefarztes für Allgemeine Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin, Dr. Holger Haas, ein Wochenende, dass Betroffenen, begleitet von Ärzten und Physiotherapeuten, ein bewegtes und sportliches Leben nach einem Gelenkersatz aufzeigt. Wir begleiten diese Veranstaltung natürlich sehr gerne. Weitere Details und das Programm zum Download finden Sie hier. 

2018 – Kleiner Jahresrückblick

Heidi Rauch und Peter Herrchen in der Medical Park-Klinik St. Hubertus in Bad Wiessee am Tegernsee: kurz vor dem Video-Dreh

Heidi Rauch und Peter Herrchen in der Medical Park-Klinik St. Hubertus in Bad Wiessee am Tegernsee: kurz vor dem Video-Dreh

Der Jahresanfang stand ganz im Zeichen der Veröffentlichung unserer komplett überarbeiteten und erweiterten Neuauflage ‚Mut zur neuen Hüfte!!‘. Am 1.2.2018 war es dann endlich so weit.

Direkt am 23.2 ging es aktiv weiter bei unserem 2. TEPFIT-Workshop in Hagen. Die filmische Aufbereitung folge direkt im Anschluss und ist auf unserem Youtube-Kanal natürlich online. Heidi und ich hatten uns vorgenommen, mehr Video-Beiträge für unsere Leser zu erstellen. Am Ende sind immerhin fünf Videobeiträge von und mit Heidi und mir, sowie vier Videos vom TEPFIT-Treffen in diesem Jahr entstanden.

Im Mai hat Heidi, zusammen mit der endogap – Klinik für Gelenkersatz, ein TEPFIT-Golftunier veranstaltet, während ich mich von April bis Juli hauptsächlich mit meiner Wiederherstellung nach einer notwendigen Hüft-Komplett-Revision beschäftigt und dies in bisher 10 Kapiteln in meinem Blog auch ausführlich dokumentiert habe.

In Juni haben wir uns entschieden, ab sofort zu Gunsten der Aktion PIT-Togohilfe e.V. zwei EUR pro verkauftem Buch, bzw. 3 EUR je verkauftem Shirt über unseren Online-Shop zu spenden. Dies ist auch als kleiner Anreiz gedacht, statt bei Amazon die Bücher direkt bei uns zu bestellen!

Die zweite Jahreshälfte war neben einigen Videoproduktionen hauptsächlich von den Vorbereitungen und der Organisation für unseren vom 5.4 – 7.4.2019 stattfindenden 3. TEPFIT-Workshop in Berlin geprägt. Alle Details zum Programm und zur Anmeldung gibt es hier.

Drei Wochen nach der Wechsel-OP: Peter Herrchen im Interview mit Heidi Rauch

Drei Wochen nach der Wechsel-OP: Peter Herrchen im Interview mit Heidi Rauch

Ansonsten haben Heidi und ich natürlich unsere eigenen Blogs (Titanhüfte und Endoprothese und Sport) mit Beiträgen gefüttert und ich habe zusammen mit meinen Admin-Kolleginnen Ulrike und Therese unsere inzwischen fast 2700 Mitglieder starke geschlossene Facebook Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie) intensiv betreut.
Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: Nebenbei arbeiten wie beide auch Vollzeit in unseren eigentlichen Berufen.

Wir wünschen allen unseren Lesern ein gutes und vor allen Dingen gesundes Jahr 2019. Mögen Sie möglichst aktiv und beschwerdefrei sein, bleiben oder wieder werden. Vielleicht sehen wir uns im April 2019 ja in Berlin.

Eure beiden „Mutmach-Autoren“ Heidi und Peter.

Drei hochkarätige Impuls-Vorträge beim 3. TEPFIT-Workshop 6. April 2019 in Berlin

Nach einem Ausflug nach Salzburg zum 1. Arthrosetag, den unsere Tiroler Blogger-Freundin Barbara Egger mitorganisiert hat, nun wieder Berlin, um die Planung für unseren 3. TEPFIT-Gesundheitsworkshop vom 5. bis 7. April 2019 abzuschließen.

Heidi Rauch übergibt Dr. Tobias Winkler in der Berliner Charité unsere beiden Mutmach-Ratgeber.

Heidi Rauch übergibt Dr. Tobias Winkler in der Berliner Charité unsere beiden Mutmach-Ratgeber.

Das persönliche Gespräch mit Dr. Tobias Winkler am Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration im Campus Virchow-Klinikum der Charité hat ergeben, dass die Teilnehmer sich am Samstagvormittag, 6. April 2019, auf drei hochkarätige, 20-minütige Impuls-Vorträge mit anschließender Diskussion freuen können.

Probesitzen im Seminarraum 2, Virchowweg 9, Charité-Campus Mitte

Probesitzen im Seminarraum 2, Virchowweg 9, Charité-Campus Mitte

1. Vortrag zum Thema Knie: Dr. Clemens Gwinner, Facharzt am Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité, referiert über Kniechirurgie und Sporttraumatologie.

2. Vortrag zum Thema Infektiologie: Dr. Donara Margaryan, Fachärztin für Innere Medizin an der Charité, über das wichtige Thema Verhütung und Behandlung bakterieller Infektionen bei TEP-OPs.

3. Vortrag zur Zukunft: Dr. Tobias Winkler, Oberarzt an der Charité, berichtet von seinen Studien zur Stammzelltherapie, die bei der Muskelregeneration vor allem nach Revisions-OPs eingesetzt werden soll. In drei bis vier Jahren könnte es so weit sein….

Das alles findet auf dem Gelände der Charité-Mitte, Virchowweg 9, im hell-luftigen Seminarraum 2 im 1. Stock statt – unterbrochen von einer 45-minütigen Kaffee-Snack-Pause im gegenüberliegenden Café Luise, das in wenigen Wochen komplett umgebaut wird. Frische für die TEPler!

Nach den Fachvorträgen stärken wir uns gemeinsam mit einem leichten Mittagessen, voraussichtlich im nahen vietnamesischen Restaurant Minh San. Anschließend kleine Sightseeing-Tour per Trambahn, u. a. über die Hackeschen Höfe, um nachmittags im Dock 11-Tanzstudio in der Kastanienallee 79 in Prenzlauer Berg sportlich durchzustarten – mit Yoga und Zumba. Abends schließlich Erholung und Austausch in der Schöneberger „Sardinenbar“.

ZUR VERBINDLICHEN ANMELDUNG EINFACH HIER KLICKEN
Die Hotel-Buchungen muss bitte jeder selbst übernehmen. Wir empfehlen das Motel One am Hauptbahnhof, von dem aus man zu Fuß auf das Charité-Gelände laufen kann. Aber natürlich gibt es in Berlin Hotel-Auswahl genug…. Wir freuen uns auf Euch!

TEPFIT Treffen 2019 – EPRD Jahresbericht 2017 – Physiotherapie ohne ärztliches Rezept?

Heidi hat schon mal ‚angedockt‘

TEPFIT-Gesundheitsworkshop vom 5.4 – 7.4.2019 in Berlin

Nach unseren sehr erfolgreichen TEPFIT-Meetings in den Jahren 2016 und 2018, findet nun das dritte Treffen in der Bundeshauptstadt Berlin statt – und zwar vom 5.4. – 7.4.2019. Alle Programmpunkte sind bereits in groben Zügen gefixt. Im Laufe des November wird alles finalisiert und die offizielle Anmeldung freigeschaltet.

Die bisher geplanten Highlights
Der Raum, den wir für unseren „bewegten“ Programmteil gebucht haben, ist denn auch typisch Berlin: Das Ballettstudio Dock 11 liegt im Bezirk Prenzlauer Berg, Kastanienallee 79, im 2. Hinterhof eines mit Graffiti verschönerten und noch nicht gentrifizierten Backstein-Altbaus. „Coole Location“ also. Hier wird am Samstag, 6. April, für die Teilnehmer nachmittags gelenkfreundliches Yoga und Zumba angeboten.

Ulrike und Heidi vor den Sardinenbüchsen der Sardinenbar

Den ärztlichen Fachvortrag wird es in der Berliner Charité geben. Davor steht ein Besuch im Medizinhistorischen Museum der Charité auf dem Programm: Hier sind zum Thema „Arthrose“ natürlich auch Hüft- und Knie-Endoprothesen in Vitrinen ausgestellt.

Für Samstagabend haben wir uns eine weitere „coole Location“ ausgesucht, nämlich die originelle Sardinenbar in Berlin-Schöneberg. Und Sonntag, vor der Abreise, wird es optional noch eine kleine Stadtführung per Leih-Fahrrad geben. Denn es geht ja schließlich um sportliche Bewegung mit unseren künstlichen Gelenken, um sie möglichst lange „in Schuss“ zu halten.

Am Freitagabend, dem Vorabend des Hauptprogramm-Tages, können die Teilnehmer ebenfalls optional ein kulinarisches Highlight buchen: Olivenölschule in privatem Rahmen mit Heidi Rauch und ihrem Mann Michael. Es wird gemeinsam gekocht, getrunken und gegessen. Nebenbei lernt man so einiges über gesunde Ernährung und über „ehrliches Olivenöl“, wie es die beiden unter der Marke Olio Piceno aus den mittelitalienischen Marken importieren.


Deutsches Endoprothesenregister (EPRD) veröffentlicht seinen Jahresbericht 2017

Nachdem, längst überfällig, 2012 endlich der Startschuss für das deutsche Endoprothesenregister gefallen war, hat es sich nach holprigem Start trotz der Freiwilligkeit zur Datenübermittlung recht gut entwickelt. Immerhin gab es lt. Bericht im Jahre 2017 eine Abdeckungsquote von 63% und Ende 2018 wird das Register ca. eine Million erfasste Fälle dokumentiert haben.

Anm.: Bei geschätzten 400.000 Hüft- und Knie-Endoprothesen pro Jahr müssten eigentlich seit 2012 knapp drei Millionen Fälle dokumentiert sein. Andere Länder sind da wesentlich weiter.

Übrigens – für uns nicht verwunderlich – wird in der Pressemitteilung u.a. darauf hingewiesen, dass die Komplikationsraten umso geringer sind, je mehr Eingriffe das jeweilige Krankenhaus macht.
Die vollständige Pressemitteilung gibt es hier. Der komplette 80-seitige Bericht als PDF-Datei kann ebenfalls hier abgerufen werden. Viele der im Bericht veröffentlichten Zahlen und Fakten sind auf jeden Fall für Betroffene interessant.

 

Physiotherapie am See: Oben, einer der großzügigen Therapie-Räume, links das Team mit Robin, Julia und Uwe, rechts dürfen natürlich unsere Buch-Flyer auf dem Tresen nicht fehlen

Physiotherapie ohne ärztliches Rezept?

Es scheint gerade eine Diskussion in Gang zu kommen, die wir sehr begrüßen.
Die Therapeuten fordern eine Regelung für Deutschland, nach der Patienten physiotherapeutische Behandlungen ohne ein ärztliches Rezept erhalten können. Doch Ärzte sehen den Direktzugang kritisch und fürchten Behandlungsfehler und steigende Kosten, obwohl auch das in anderen Ländern bereits erfolgreich praktiziert wird. Den kompletten Artikel vom 17.10.2018 von Nina Himmer zu diesem sehr interessanten Vorstoß können Sie in hier der Apotheken-Umschau nachlesen!

Apropos Physiotherapie:
Zum Mut zur neuen Hüfte! und Mut zum neuen Knie! gehört bei jüngeren Patienten auch meist viele Jahre später der Mut zur Revision, auch wenn diese bei den heute verbauten Implantaten meist weniger aufwendig ist.
Welchen großen Anteil an dem Genesungsfortschritt unseres Autors Peter Herrchen die Physiotherapeuten, neben vielen anderen Bausteinen, nach seiner Komplett-Revision hatten, ist in seinem Blog „Endoprothese und Sport“ unter der Rubrik „Revision“ in bisher insgesamt 10 Kapiteln nachzulesen!