Tag Archiv für Klaus Wolfermann

Sport-Prominente in unseren Mutmach-Ratgebern

Es ist immer wieder schön, wenn man nach Jahren von Buch-Mitwirkenden hört, dass es ihnen gut geht. Jüngste persönliche Begegnung: Klaus Wolfermann, Olympiasieger 1972 in München im Speerwerfen, konzentriert sich mittlerweile mehr aufs Golfspielen und hat deswegen Autorin Heidi Rauch kontaktiert.

Klaus Wolfermann und Heidi Rauch im GC Reit im Winkl mit Buch und Bayern-Schuh

Er veranstaltet nämlich im Jahr ein gutes Dutzend Charity-Turniere für die Kinderhilfe Organtransplantation KIO und sucht dafür immer wieder Sponsoren. Da sind ihm in einer Golfzeitschrift die handgefertigten italienischen Golfschuhe von Belleggia ins Auge gefallen, die Heidi Rauch aus ihrer mittelitalienischen Zweitheimat exklusiv importiert. Ein Anruf – und schon ist unsere Golferin bei zwei Turnieren 2019 dabei und Klaus Wolfermann trägt stützende Belleggia-Golfschuhe im Bayern-Design! Erstes Treffen war im Golfclub Reit im Winkl, das nächste folgt im Golfclub Feldafing.

Fazit nach der ersten Begegnung: Der Titanhüfte geht es bestens, ein Hund hält Klaus Wolfermann auch abseits des Golfplatzes fit. Denn Bewegung muss sein für den umtriebigen 73-Jährigen.

Klaus Augenthaler beim Interview zu „Mut zur neuen Hüfte!!“ mit Peter Herrchen

Während dieser prominente Klaus in unserer ersten Auflage von seinen Erfahrungen mit der Hüft-TEP berichtet, tut dies ein anderer Klaus in unserer Neuauflage von „Mut zur neuen Hüfte!!“: Fußball-Legende Klaus Augenthaler. Ende August mischte sich der 61-Jährige wieder unter die Bayern-Spieler, und zwar in seiner Heimatstadt Vilshofen, wo das Fußballstadion nach dem prominenten Sohn der Stadt benannt wurde.

Sein Fazit: Laufduelle mit den 25-Jährigen kann er nicht mehr gewinnen, aber Spaß hat`s gemacht. Und die Hüft-TEP hält natürlich auch bombig. Oh, Verzeihung, der Bomber war ja ein anderer… Statt Gerd Müller war allerdings Thomas Müller bei diesem „Traumspiel“ dabei. Beide unseres Wissens noch ohne TEP – im Gegensatz zu Spitzen-Tennisspielerin wie Boris Becker oder Andy Murray.

Markus Wasmeier: 2. Hüft-TEP mit 49 Jahren

Als wir vor fast genau einem Jahr anfragten, ob Ex-Skistar Markus Wasmeier Zeit und Lust hätte, über seine positive Hüft-OP-Erfahrung in unserem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ zu berichten, bekamen wir von seiner Assistentin die Antwort, dass er terminlich wg. seines Museums zu sehr eingespannt sei. Schade, dachte ich mir, und sah mir sein Schlierseer Bauernhofmuseum an, ohne ihn zu sprechen.

Kurz darauf konnten wir als Prominenten den Olympiasieger im Speerwerfen, Klaus Wolfermann, für unser Buch gewinnen, der gern bereit war über seine zwei Hüft-OPs zu sprechen (S. 206 ff im Buch). Anfang dieser Woche zierte Markus Wasmeier gleich die Titelseite der Münchner tz, da sein Operateur Dr. Robert Hube von der Münchner OCM-Klinik, ausführlich zu Hüft-OPs befragt wurde, die ja in letzter Zeit in der Diskussion sind, weil angeblich in Deutschland zu viel operiert wird (200.000 Hüft-OPs im Jahr). Wenn ich dazu befragt werde, wie jüngst im BR-Interview, kann ich nur sagen: Meine Wahrnehmung ist eine ganze andere. So eine große Operation lässt niemand machen, der nicht vorher enormen Leidensdruck hatte. Kein Operateur wird jemanden zu diesem Schritt überreden können, wenn er nicht wirklich nötig ist. Durchweg alle Hüft-TEP-Träger in unserem Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ haben hinterher übereinstimmend gesagt: „Warum habe ich nur so lange gewartet? Wenn ich gewusst hätte, wie gut es mir hinterher geht, hätte ich die Operation viel eher machen lassen.“

Markus Wasmeier hat seine erste künstliche Hüfte mit 46 Jahren, die zweite nun mit 49 Jahren bekommen. Die Ursache seiner Schmerzen, die ihn 17 Jahre lang (!) plagten, war ein Unfall auf der Skipiste. Zu Dr. Hube kam er übrigens wie unser Grafiker Hubert Hornsteiner, der auch seinen Erfahrungsbericht als extremer Skifahrer in „Mut zur neuen Hüfte!“ beisteuert, über Dr. Ernst-Otto Münch, den Verbandsarzt des Deutschen Skiverbands (DSV). Hubert hat sich von Dr. Hubes Kollegen Dr. Michael Dienst, ebenfalls in der OCM-Klinik, operieren lassen (nachzulesen S. 136 ff in unserem Buch). Und unser Triathlet Heinz Meixner (S. 170 ff) war bei Dr. Christian Carl, der ebenfalls in der Münchner OCM-Klinik operiert.

Hubert Kirchlekar-Karwendel Dezember 2011

Hubert Kirchlekar-Karwendel Dezember 2011, 6 Monate nach seiner Hüft-OP

Angesichts der Ski-Erfahrungen von Hubert, der in diesem Winter 60 Ski- oder Skitourentage, vor allem als Freerider im Gelände, absolviert hat und zudem als Bergwachtler seine künstliche Hüfte schmerzfrei relativ großen Belastungen aussetzt, mutet es merkwürdig vorsichtig an, wenn Dr. Hube, einem topfitten Ski-Ass wie Markus Wasmeier davon abrät, die Streif wieder herunterzufahren – wg. der Stauchungsgefahr. Andererseits freut er sich, wenn sein Patient wenige Tage nach der OP schon ohne Krücken „100 Meter sprintet“.

Wir, Peter Herrchen und ich, können dazu nur sagen (auch, weil wir von Lesern unseres Buchs immer wieder gefragt werden): Nach unserer Erfahrung bringt es gar nichts, zu früh wieder ohne Gehhilfen zu gehen. Was sollen diese übermütigen „Erfolgsmeldungen“? Wozu? Lieber etwas länger mit der Vollbelastung warten (in der Regel sechs Wochen), sich täglich bewegen, die Muskeln konsequent aufbauen, stetige Dehnübungen machen, dann kann man seine Hüft-TEP umso mehr und länger belasten. Denn schließlich wollen wir in unserem Alter noch mindestens 25-30 Jahre mit unseren Titanhüften leben. Und zwar ohne Wechsel-OPs.

Heidi Rauch, 1. Mai 2013