Tag Archiv für TEP

Drei hochkarätige Impuls-Vorträge beim 3. TEPFIT-Workshop 6. April 2019 in Berlin

Nach einem Ausflug nach Salzburg zum 1. Arthrosetag, den unsere Tiroler Blogger-Freundin Barbara Egger mitorganisiert hat, nun wieder Berlin, um die Planung für unseren 3. TEPFIT-Gesundheitsworkshop vom 5. bis 7. April 2019 abzuschließen.

Heidi Rauch übergibt Dr. Tobias Winkler in der Berliner Charité unsere beiden Mutmach-Ratgeber.

Heidi Rauch übergibt Dr. Tobias Winkler in der Berliner Charité unsere beiden Mutmach-Ratgeber.

Das persönliche Gespräch mit Dr. Tobias Winkler am Julius Wolff Institut für Biomechanik und Muskuloskeletale Regeneration im Campus Virchow-Klinikum der Charité hat ergeben, dass die Teilnehmer sich am Samstagvormittag, 6. April 2019, auf drei hochkarätige, 20-minütige Impuls-Vorträge mit anschließender Diskussion freuen können.

Probesitzen im Seminarraum 2, Virchowweg 9, Charité-Campus Mitte

Probesitzen im Seminarraum 2, Virchowweg 9, Charité-Campus Mitte

1. Vortrag zum Thema Knie: Dr. Clemens Gwinner, Facharzt am Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité, referiert über Kniechirurgie und Sporttraumatologie.

2. Vortrag zum Thema Infektiologie: Dr. Donara Margaryan, Fachärztin für Innere Medizin an der Charité, über das wichtige Thema Verhütung und Behandlung bakterieller Infektionen bei TEP-OPs.

3. Vortrag zur Zukunft: Dr. Tobias Winkler, Oberarzt an der Charité, berichtet von seinen Studien zur Stammzelltherapie, die bei der Muskelregeneration vor allem nach Revisions-OPs eingesetzt werden soll. In drei bis vier Jahren könnte es so weit sein….

Das alles findet auf dem Gelände der Charité-Mitte, Virchowweg 9, im hell-luftigen Seminarraum 2 im 1. Stock statt – unterbrochen von einer 45-minütigen Kaffee-Snack-Pause im gegenüberliegenden Café Luise, das in wenigen Wochen komplett umgebaut wird. Frische für die TEPler!

Nach den Fachvorträgen stärken wir uns gemeinsam mit einem leichten Mittagessen, voraussichtlich im nahen vietnamesischen Restaurant Minh San. Anschließend kleine Sightseeing-Tour per Trambahn, u. a. über die Hackeschen Höfe, um nachmittags im Dock 11-Tanzstudio in der Kastanienallee 79 in Prenzlauer Berg sportlich durchzustarten – mit Yoga und Zumba. Abends schließlich Erholung und Austausch in der Schöneberger „Sardinenbar“.

In Kürze gibt es das komplette Programm mit Preisen etc. zum Anmelden an dieser Stelle. Die Hotel-Buchungen muss bitte jeder selbst übernehmen. Wir empfehlen das Motel One am Hauptbahnhof, von dem aus man zu Fuß auf das Charité-Gelände laufen kann. Aber natürlich gibt es in Berlin Hotel-Auswahl genug…. Wir freuen uns auf Euch!

Augen auf beim TEP-Kauf!

So oder so ähnlich müsste der Slogan für Patienten lauten, die vor einer Knie- oder Hüft-TEP stehen. Im meinem Blog Endoprothese und Sport habe ich vor Kurzem auf einen Artikel aus der Ärztezeitung hingewiesen, indem berichtet wurde, dass bestimmte Qualitätsindikatoren gerade im Bereich Endoprothetik ‚als nicht zur Veröffentlichung empfohlen‘ aus den Qualitätsberichten heraus genommen wurden. Wer sich zusätzlich die Mühe macht, das ebenfalls im Artikel hinterlegte 508-seitige Dokument ‚Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser, Qb-R‘ zu durchforsten, findet dann ab Seite 486 die Qualitätsmerkmale, die der Öffentlichkeit und damit uns Betroffenen vorenthalten werden sollen. Darunter finden sich z.B. solch hochinteressante Indikatoren wie
– Gehunfähigkeit bei Entlassung
– Gefäßläsion / Nervenschaden
– Wundhämatome / Nachblutungen
– Fraktur
um nur einige der knapp 40 zu nennen, die nicht veröffentlicht werden sollen.

Dies fand nicht nur ich einigermaßen unverständlich, um nicht zu sagen skandalös im Sinne der Patienten, auch die Reaktionen auf meine Veröffentlichung waren entsprechend heftig. Da mir nicht klar war, ob diese Indikatoren überhaupt nicht mehr erfasst werden oder eben nur nicht mehr veröffentlicht werden müssen, habe ich den Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz, Dr. Christian Fulghum angeschrieben und dazu befragt. Nachfolgend meine Frage und seine ungekürzte Antwort:

Lieber Herr Dr. Fulghum,
vielleicht haben Sie meinen beiliegenden Blog-Artikel gelesen, bzw. wussten das schon lange vor mir.
Mich würde dabei nur eines interessieren:
Bedeutet das Weglassen der Indikatoren für die Veröffentlichung nur, dass diese eben nicht mehr für uns ‚Normalos’ zugänglich sind, oder heißt das sogar, dass diese von den Kliniken nicht mehr erfasst werden müssen?
Und wenn diese weiterhin erfasst werden müssen, steht es den Kliniken dann frei, diese Qualitätskriterien trotzdem zu veröffentlichen oder ist das sogar verboten?
Danke für eine gelegentliche Aufklärung, die ich dann mit Ihrer Erlaubnis auch auf meinen öffentlichen Kanälen so weitergeben würde.

Lieber Herr Herrchen,
die angegebenen Indikatoren werden weiterhin erfasst, eine Veröffentlichung ist erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. D.h. „gute“ Kliniken werden sie sicher weiter, wenn auch vielleicht nicht im Rahmen der genormten Qualitätsberichte, veröffentlichen. Gerade Gefäß/Nervenschaden, Fraktur und Hämatome/Nachblutung sind doch wirklich interessante Kriterien. Also am besten einfach auf den Webseiten nachschauen, was die Kliniken freiwillig veröffentlichen. Auch das sagt ja schon etwas aus ….
Beste Grüße
Dr. Christian Fulghum

Ich möchte alle Betroffenen intensiv ermuntern, genau nach diesen  ‚geheimen‘ Indikatoren zu fragen und bei unbefriedigenden oder ausbleibenden Antworten, die betreffenden Kliniken zu meiden. Bleiben Sie immer gut informiert und lassen Sie sich nicht von Ärzten bei für Sie (lebens)wichtigen Fragen abspeisen.