Augen auf beim TEP-Kauf!

So oder so ähnlich müsste der Slogan für Patienten lauten, die vor einer Knie- oder Hüft-TEP stehen. Im meinem Blog Endoprothese und Sport habe ich vor Kurzem auf einen Artikel aus der Ärztezeitung hingewiesen, indem berichtet wurde, dass bestimmte Qualitätsindikatoren gerade im Bereich Endoprothetik ‚als nicht zur Veröffentlichung empfohlen‘ aus den Qualitätsberichten heraus genommen wurden. Wer sich zusätzlich die Mühe macht, das ebenfalls im Artikel hinterlegte 508-seitige Dokument ‚Regelungen zum Qualitätsbericht der Krankenhäuser, Qb-R‘ zu durchforsten, findet dann ab Seite 486 die Qualitätsmerkmale, die der Öffentlichkeit und damit uns Betroffenen vorenthalten werden sollen. Darunter finden sich z.B. solch hochinteressante Indikatoren wie
– Gehunfähigkeit bei Entlassung
– Gefäßläsion / Nervenschaden
– Wundhämatome / Nachblutungen
– Fraktur
um nur einige der knapp 40 zu nennen, die nicht veröffentlicht werden sollen.

Dies fand nicht nur ich einigermaßen unverständlich, um nicht zu sagen skandalös im Sinne der Patienten, auch die Reaktionen auf meine Veröffentlichung waren entsprechend heftig. Da mir nicht klar war, ob diese Indikatoren überhaupt nicht mehr erfasst werden oder eben nur nicht mehr veröffentlicht werden müssen, habe ich den Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz, Dr. Christian Fulghum angeschrieben und dazu befragt. Nachfolgend meine Frage und seine ungekürzte Antwort:

Lieber Herr Dr. Fulghum,
vielleicht haben Sie meinen beiliegenden Blog-Artikel gelesen, bzw. wussten das schon lange vor mir.
Mich würde dabei nur eines interessieren:
Bedeutet das Weglassen der Indikatoren für die Veröffentlichung nur, dass diese eben nicht mehr für uns ‚Normalos’ zugänglich sind, oder heißt das sogar, dass diese von den Kliniken nicht mehr erfasst werden müssen?
Und wenn diese weiterhin erfasst werden müssen, steht es den Kliniken dann frei, diese Qualitätskriterien trotzdem zu veröffentlichen oder ist das sogar verboten?
Danke für eine gelegentliche Aufklärung, die ich dann mit Ihrer Erlaubnis auch auf meinen öffentlichen Kanälen so weitergeben würde.

Lieber Herr Herrchen,
die angegebenen Indikatoren werden weiterhin erfasst, eine Veröffentlichung ist erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. D.h. „gute“ Kliniken werden sie sicher weiter, wenn auch vielleicht nicht im Rahmen der genormten Qualitätsberichte, veröffentlichen. Gerade Gefäß/Nervenschaden, Fraktur und Hämatome/Nachblutung sind doch wirklich interessante Kriterien. Also am besten einfach auf den Webseiten nachschauen, was die Kliniken freiwillig veröffentlichen. Auch das sagt ja schon etwas aus ….
Beste Grüße
Dr. Christian Fulghum

Ich möchte alle Betroffenen intensiv ermuntern, genau nach diesen  ‚geheimen‘ Indikatoren zu fragen und bei unbefriedigenden oder ausbleibenden Antworten, die betreffenden Kliniken zu meiden. Bleiben Sie immer gut informiert und lassen Sie sich nicht von Ärzten bei für Sie (lebens)wichtigen Fragen abspeisen.

TEPFITte Heidi im Berliner Sender Radio-XY

Meine liebe Buchautoren-Partner- und ‚Neu-Facebookerin‘ Heidi Rauch, stand dem Golfjournalisten Rainer Löhr für den Berliner digitalen Radiosender ‚Radio XY‘ im Gesundheitsmagazin Rede und Antwort. Dabei ging Heidi ausführlich auf die Zeit vor und nach ihren eigenen Operationen – sie ist ja bekanntermaßen wie ich eine ‚Doppel-Hüft-TEP-Trägerin‘ – ein. Die Kurzbesprechung unserer beiden gemeinsamen ‚Mutmach‘-Bücher, sowie ihre neue Facebook-Leidenschaft und die mit uns eng verbundene geschlossene Facebook-Gruppe ‚TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie)‘, die inzwischen fast 750 Mitglieder hat, kamen dabei ebenso zur Sprache, wie ihr Appell zu möglichst viel Bewegung mit künstlichen Gelenken. Wer das knapp 10-minütige, kurzweilige Interview hören möchte, hat hier die Gelegenheit dazu.

TEPFIT-Treffen im November in Erding

Am Tegernsee haben Peter und Heidi immer die besten Ideen....

Am Tegernsee haben Peter und Heidi immer die besten Ideen….

Wer nicht auf Facebook mit uns verbunden ist – neue Mitglieder sind herzlich willkommen in der geschlossenen TEPFIT-Gruppe -, dem wollen wir die Information nicht vorenthalten: Vom 18. bis 20. November 2016 treffen sich die TEPFitler im oberbayerischen Erding zu einem Gesundheitsworkshop. Das Hauptprogramm findet am Samstag, 19. November, im Ritter- und Kapellensaal von Schloss Aufhausen statt – mit Fascial Training, Cross Shaping, einem Vortrag von Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen, und Alexandertechnik. Rundherum stellen wir ein kleines Rahmenprogramm zusammen mit Führung durch die Erdinger Weißbier-Brauerei, gemeinsamem Frühstück im Hotel Nummerhof und Wellness in der Erdinger Therme (individuell). Wer gern dabei sein möchte, kann hier das Programm und die Anmeldeunterlagen herunterladen.

Kurz nach der OP eifrig am Trainieren, zwei Jahre später fit wie nie: Andreas` Einsatz hat sich gelohnt!

Kurz nach der OP eifrig am Trainieren, zwei Jahre später fit wie nie: Andreas` Einsatz hat sich gelohnt!

Ansonsten nehmen wir sukzessive Kontakt zu unseren Bücher-Patienten auf und fragen nach deren aktueller Fitness. Mut machendes Knie-Beispiel ist Andreas Meilhammer, der in unserem Ratgeber „Mut zum neuen Knie!“ kurz nach der OP noch voll im Aufbau-Programm war – und heute, zwei Jahre später, berichtet er: „Snowboarden klappt super. Überhaupt muss man sagen, dass ich kaum Schwierigkeiten mit dem Knie habe, ein bisschen Wetterfühligkeit und manchmal muskuläre Probleme, aber das sind alles tatsächlich Kleinigkeiten.“ Wie erfreulich, sogar Snowboarden geht mit künstlichem Kniegelenk wieder! 

An dieser Stelle wünschen wir allen Hüft- und Knie-TEP-Patienten einen bewegten Sommer!

Bewegte Frühlings-/Ostergrüße zum 4. Buch-Geburtstag!

Ostergrüße„Mut zur neuen Hüfte!“ hat 4. Geburtstag! Ostern 2012: Unser Buchprojekt wurde geboren! Alles begann damit, dass Peter Herrchen am 10. Februar 2012 „Follower“ meines Titanhüften-Blogs wurde. Wir schickten uns e-mails, hatten ein erstes Telefonat – und trafen uns Ostern in Rottach-Egern am Tegernsee. Dank unserer vielen Gemeinsamkeiten – selber Jahrgang 1957, Doppel-TEP, Reha in St. Hubertus, Blog-Schreiber – war rasch die Idee eines gemeinsamen Buchprojekts beschlossene Sache. Voller Elan legten wir los!

In knapp fünf Monaten war es tatsächlich geschrieben, layoutet – und 247 Seiten waren fertig gedruckt, in der eigenen Edition Rauchzeichen. Das soll uns erst einmal ein Verlag nachmachen. Dank Peters IT-Kenntnissen hatten wir bald diese Homepage mit Online-Shop – und die erste Bestellung lag uns bereits am 29. August 2012 vor, einen Monat vor Erscheinen des Buchs. Das erblickte das Druck-Licht der Welt am 26. September 2012 – und sofort startete ich als PR-Frau die Pressearbeit.

Die bis heute ungebrochene Nachfrage bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, freut uns sehr. Denn ohne Sie würden wir immer noch auf Bergen von Büchern sitzen. Einen weiteren Bekanntheitsschub hat sicher die TEPFIT-Facebook-Gruppe und gebracht. Ich hätte das als langjährige Facebook-Verweigerin nie gedacht, aber nun bin ich selbst begeistert in diesem nützlichen Netzwerk aktiv.

„Aktiv“, gutes Stichwort: Wir wünschen Ihnen an dieser Stelle weiterhin viel Bewegung und Freude an Ihren TEPs. Und wenn Sie noch Mut fassen müssen: Hoffentlich hilft Ihnen die aufmunternde Lektüre unserer inzwischen zwei Mutmach-Ratgeber – wahlweise zur neuen Hüfte und oder zu neuem Knie.

Heidi Rauch, 24.03.2016

Herzliche Autorenwünsche für ein bewegungsfreudiges Jahr 2016

Unser Jahresendessen am Tegernsee ist zur liebgewordenen Tradition geworden seit wir 2012 unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ herausgebracht haben: Zum vierten Mal haben Peter Herrchen und ich uns also mit unseren lieben Ehepartnern in den letzten Tagen des „alten“ Jahres zum Mittagessen getroffen und das Jahr 2015 ein bisschen Revue passieren lassen. Wie man das halt so macht zum Jahreswechsel. Wie bestellt – und zu unserer großen Freude – kamen just zwischen Forelle und Schnitzel zwei Bestellungen unseres Großhändlers KNV herein: 90 Hüft-Bücher insgesamt! Wow! Offensichtlich haben viele Menschen ihren Lieben mit Hüftproblemen unser Buch unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Herzliche Neujahrswünsche von Heidi Rauch und Peter Herrchen!

Herzliche Neujahrswünsche von Heidi Rauch und Peter Herrchen!

Vielen Dank an dieser Stelle unseren treuen Lesern und allen, die unsere Bücher, auch „Mut zum neuen Knie!“, weiterempfehlen. Wir freuen uns immer noch, wenn wir hören, dass unsere Erfahrungsberichte und Tipps anderen Menschen weitergeholfen haben. 2016 werden wir übrigens verstärkt Material für eine zweite, aktualisierte Auflage unseres Hüft-Buchs sammeln. Aber eigentlich stellen wir immer wieder fest, dass sich bei allem Medizin-Fortschritt das meiste nicht geändert hat.

Immer noch kommt es auf die Wahl des individuell „richtigen“ Operateurs und eine gesunde Fitness rund um die OP an. Dazu gehört vor allem die tägliche, ja wirklich tägliche Bewegung! Nehmen Sie sich also für 2016 am besten vor, dass Sie mindestens 10 Minuten Gymnastik mit Kräftigungs- und Dehnübungen in Ihren Morgenablauf einplanen. Das sollte in Fleisch und Blut übergehen wie das morgendliche Zähneputzen. Ausreden gelten nicht! Inzwischen ist nämlich erwiesen, dass sogenannte neuronale Verknüpfungen im Gehirn erst nach etwa einem halben Jahr eines täglichen Rituals eintreten. Erst dann lernt der Körper – und will die tägliche Morgen-Gymnastik nie, nie wieder vermissen!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gutes, friedvolles, gesundes und vor allem bewegungsfreudiges Jahr 2016!

Facebook – Nützliches Hüft-Netzwerk oder Zeitfresser?

Facebook – Nützliches Hüft-Netzwerk oder Zeitfresser?
von Heidi Rauch, 23.10.2015

Wer unser Buch „Mut zur neuen Hüfte!“ gelesen hat, der weiß, dass Peter Herrchen und ich einiges gemeinsam haben: Wir sind derselbe Jahrgang, 1957, und sind beide mit zwei künstlichen Hüften sportlich wieder sehr aktiv. Der aufmerksame Leser merkt aber auch, dass wir grundverschieden sind: Ich bin alternativen Heilmethoden gegenüber sehr aufgeschlossen, er folgt doch mehrheitlich lieber der Schulmedizin; ich bin eher die Genuss-Sportlerin, er ist der Sportversessene, der seinen Körper schon auch gern schindet – äh, herausfordert.

Auch in puncto soziale Medien sind wir grundverschieden: Während ich den guten alten e-mails treu bleibe und schon beim Beantworten (müssen) von SMS-Nachrichten aufstöhne, (hass)liebt Peter vor allem Facebook sehr. Ich dagegen bin eine Facebook-Verweigerin. Aber ich muss zugeben: Peters Hüft-Facebook-Gruppe , die er zusammen mit Ulrike Steyer gegründet hat und betreibt und seit dieser Woche noch von Therese Schreiber, einer ehemaligen Hochleistungssportlerin, unterstützt wird, hat offensichtlich vielen Betroffenen sehr geholfen. Auch finden viele Facebook-Freunde nachweislich dadurch unser Buch eher. Das ist natürlich sehr erfreulich! Es lebe das virale Marketing!

Peter Herrchen und Heidi Rauch

Erinnerungen an ein Sommertreffen von Peter und Heidi

Andererseits hat sich Peter jüngst in seinem Blog das entschleunigte Leben einer Schnecke gewünscht und leise darüber gestöhnt, dass die Administration und Moderation der Seite doch sehr zeitaufwändig sei (die Mitgliederzahl hat sich diese Woche schon wieder um 20 erhöht). Ja, das ist es wohl. Aber ich möchte mich an dieser Stelle doch sehr dafür bedanken, dass er diese Zeit investiert – und das bei einem Fulltime-Job. Als freischaffende Autorin bin ich sicher näher an der Entschleunigung als er. Aber im Beantworten von e-mails unserer Leser oder Betroffener sind wir beide sicher gleich schnell!

Auf so ein MTB-Fully wie auf dem Foto würde sich Heidi Rauch nie schwingen, dafür schwingt sie lieber den Golfschläger.

Hüft- und Knie-Begegnungen – in China, am Tegernsee und auf dem Golfplatz

Unsere Leserin, die garantiert am weitesten entfernt wohnt, ist Cory aus Hong Kong. Sie wohnt mit ihrem Mann aus beruflichen Gründen in China und hat sich in Hong Kong auch beide Hüften auf einmal operieren lassen (mit einer McMinn-Prothese). Ich habe in meinem Blog über unsere Begegnung auf dem Victoria Peak geschrieben – am 28. Mai noch mit Krücken.

Heidi und Peter treffen Cory, Mitte, am Tegernsee neben der Reha-Klinik St. Hubertus.

Heidi und Peter treffen Cory, Mitte, am Tegernsee neben der Reha-Klinik St. Hubertus.

Nun haben Peter Herrchen und ich sie im sommerlichen Oberbayern getroffen – inzwischen längst ohne Gehhilfen und bestens umsorgt in der Reha der Medical Park St. Hubertus-Klinik in Bad Wiessee.
Sie wollte nach der Lektüre unseres Buchs „Mut zur neuen Hüfte!“ unbedingt dorthin – und ist hochzufrieden. Es gab ja einige kritische Bewertungen im Internet zur Reha dort, und diese scheint man sich zu Herzen genommen zu haben. Chefarzt Dr. Thomas Wessinghage kümmert sich täglich um seine (Privat-)Patientin, alle Mitarbeiter grüßen freundlich, es gibt sogar eine per Video gestützte Ganganalyse, Osteopathie etc.
Einen Tag vorher habe ich mit einem Knie-Patienten ein Matchplay ausgetragen, der dreieinhalb Monate nach seiner Knie-TEP-OP wieder Golf gespielt hat. Respekt! Wie in unserem Buch „Mut zum neuen Knie!“ beschrieben, spielt er mit leicht nach außen gestelltem Fuß, um eine größere Rotation und damit eine unnötige Belastung zu vermeiden. Und er machte mir den knappen Sieg nicht leicht!

Nur das Spielen aus dem Bunker war für meinen Matchplay-Gegner mit Knie-TEP kein Vergnügen.

Nur das Spielen aus dem Bunker war für meinen Matchplay-Gegner mit Knie-TEP kein Vergnügen.

Übrigens lohnt sich der Weg in die Apotheke in diesem Monat besonders: Die Apotheken Umschau vom 15. Juli widmet sich ausführlich dem Thema Golf mit Hüft-TEP – mit unserem zuverlässigen Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen (S. 22-26).
Außerdem wird Professor Volker Ewerbeck von der Uniklinik Heidelberg zitiert mit einem Satz, der vielen Menschen vielleicht weiterhilft, die nicht wissen, woher ihre vielfältigen Beschwerden kommen: „Kann das Gelenk die Drehbewegungen nicht mehr machen, müssen die Wirbelsäule, die Kreuzdarmbeinfuge oder das Knie sie ausgleichen.“ Deshalb treten bei einer Hüftarthrose nicht nur typische Schmerzen in der Leiste auf. Vielen Patienten tun dann beispielsweise der Rücken und die Knie weh, die mit der Zeit ebenfalls geschädigt werden. Schade nur, dass die Apotheken Umschau unser Buch nicht empfiehlt. Aber unsere Leser finden uns ja glücklicherweise auch so – über Internet-Recherchen und Empfehlungen. Danke dafür!

Facebook Experiment TEPFIT, junge Patienten und Haltbarkeit von Implantaten

Vor zwei Monaten wurde die geschlossene Facebook-Gruppe TEPFIT – Fit mit künstlichen Gelenken (Hüfte und Knie) ins Leben gerufen. Anders als in Blogs oder auf WEB-Seiten wie diese, wollten wir noch enger in den Dialog mit Betroffenen treten. Mit dem Wissen, dass es viele Vorbehalte gegen Facebook gibt und die Zielgruppe vermutlich eher jüngeren Alters ist, wurde dieses dennoch Experiment gestartet. Die Administratoren dieser Gruppe (Ulrike Steyer und Peter Herrchen) haben sich zudem zum Ziel gesetzt, diese Gruppe aktiv zu begleiten, zu moderieren und unseriöse oder unsinnige Beiträge ggf. zu löschen. Diese Praxis wird in der TEPFIT-Gruppenbeschreibung auch offen kommuniziert. Wirklich überrascht hat uns der große Zulauf in der kurzen Zeit. Die Gruppe hat jetzt fast 200 Mitglieder, darunter neben den Betroffenen auch Fachärzte und Physiotherapeuten, sowie Ernährungsexperten, Sportfachleute und Medizinjournalisten. Diese sorgen zusätzlich für die überwiegend gute Qualität der Beiträge. Sehr erstaunt hat uns die große Anzahl der sehr jungen Patienten, die ein künstliches Hüftgelenk erhalten haben oder kurz davor stehen. Es sind etwa 10 Personen unter 30 Jahren, davon sogar zwei unter 20! Hoffentlich ist dies kein Trend, sondern der oben erwähnten jüngeren Zielgruppe geschuldet.

Ebenfalls in dieser Gruppe ist eine ausführliche Diskussion um einen TV-Beitrag des NDR in der Sendung Visite. Darin wird behauptet, dass die Test- und Prüfkriterien für Implantate nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen würden und in Anbetracht der heute aktiveren Patienten eigentlich nur wenige Jahre halten dürften.
Dazu haben wir wie schon so oft den Chefarzt der endogap – Klinik für Gelenkersatz Dr. Christian Fulghum befragt und folgende Antwort erhalten:
„Lieber Herr Herrchen,
bezüglich Ihrer Frage Prüfnormen/Belastungstests künstlicher Gelenke:
Es ist völlig korrekt, dass die derzeitigen offiziellen Prüfnormen unzureichend sind und den tatsächlichen Belastungsgrößen nicht entsprechen. Daher führen alle renommierten Hersteller wesentlich umfangreichere Tests und Belastungen durch, die weit über die bisherigen Prüfungen hinausgehen. Das tun sie allein schon aus Selbstschutz um sich vor eventuellen späteren Regressforderungen möglichst zu schützen, die heute zum Teil riesige Ausmaße annehmen können, besonders wenn die USA involviert sind. Trotzdem kommt es immer wieder einmal zu Problemen und Versagern. Allerdings sind diese viel seltener als früher geworden und stellen die absolute Ausnahme dar.
Heute wird von den renommierten Herstellern sehr aktiv an der Weiterentwicklung der Testnormen gearbeitet, sowohl was die Forschung auf diesem Gebiet angeht, als auch die Testmaschinen, die ja nicht den Laborzustand sondern möglichst die Bedingungen im Körper unter natürlichen Belastungen und in den verschiedensten Situationen simulieren sollen. Und das über viele, viele Jahre. Da ist man wirklich schon sehr weit und bei den „guten“ Firmen intensiv bemüht. Ich habe gerade wieder ein Testlabor bei der Firma Aesculap in Tuttlingen besucht, sowie Testeinrichtungen der Firmen DePuy und Zimmer in Leeds und Winterthur: Da wird intensiv und ernsthaft geforscht und entwickelt um die Implantate so haltbar wie möglich zu machen.
Ein zukünftiger Implantatträger sollte seinen Operateur fragen, wie lange es die geplante Prothese schon gibt, wie die Langzeiterfahrungen sind und, wenn es eine relative Neuentwicklung ist, ob sie sich auf bereits bewährte Prinzipien stützt und nur geringfügige Veränderungen zum bewährten Vormodell aufweist. Außerdem sollten die Firmen erfragt werden, die die Implantate herstellen. Diese sollten ja möglichst viele Jahre halten und wenn nach 20 Jahren ein eventueller Austausch ansteht, sollte es die Herstellerfirma auch noch geben …. das ist zwar nicht immer garantiert, aber die „Großen“ gibt’s dann hoffentlich wohl noch eher. So verfahren zumindest wir in der endogap bei der Implantatauswahl.
Bei aller gerechtfertigten Vorsicht nicht vergessen: Die Ergebnisse der Hüft- und Knieendoprothetik sind wirklich hervorragend und die weitaus meisten Patienten haben mit ihren Implantaten viele Jahre überhaupt keine Probleme.
Ich hoffe das hilft weiter.
Beste Grüße und schönes Wochenende aus Garmisch-Partenkirchen,
Christian Fulghum“

Hierzu passt übrigens auch die ebenfalls von der endogap mitinitiierte Kooperation endogroup. „Fünf auf dem Gebiet der Endoprothetik führenden Kliniken bilden endogroup. Durch die Kooperation soll ein Zugewinn in der Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung, der Mitarbeiterzufriedenheit und der Organisation unserer Abteilungen erreicht werden.“, ist auf der Webseite zu lesen. Ein Besuch der Seite lohnt sich in jedem Fall, besonders die Rubrik Knowledge-Center. Dort werden Fachbegriffe von A-Z erklärt und Antworten zu den häufigsten Fragen liefert.

Neuer „Dr. TEP rät“-Beitrag zu den verschiedenen Hüft-OP-Zugängen

In unseren beiden Büchern haben einige wenige Patienten tatsächlich sowohl ein künstliches Hüft- als auch ein künstliches Kniegelenk – und leben sportlich aktiv damit. Einem unserer Knie-Patienten steht nun tatsächlich auch eine Hüft-OP bevor – und er informiert sich dazu nicht nur in unseren Büchern, sondern auch im Internet. Er stieß bei der Suche nach dem richtigen OP-Zugang auf die AMIS-Methode und fragte bei uns nach – und wir fragten beim Facharzt unseres Vertrauens nach, Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen. Lesen Sie seine Antwort in unserer Rubrik „Dr. TEP rät“.

Inzwischen hat uns auch eine Patientin, die sehr zufrieden mit dieser OP-Methode ist, angeboten, dass wir Interessenten gern an sie verweisen können. Wer also dieses Angebot nutzen möchte, schreibe uns einfach eine e-mail; wir geben die Mail-Adresse der Patientin gern weiter. Sechs Monate nach der OP spielt sie übrigens wieder Tennis, macht Fitness, Yoga und gönnt sich alle 14 Tage Alexandertechnik.

 

Fragen? Antwort hat Dr. TEP

Eigentlich denken wir als Autorenteam immer, dass wir in unseren beiden Büchern alle Fragen rund um Hüft- und Knie-TEP-OP ausreichend beantwortet haben. Aber dann belehren uns unsere Leser doch eines Besseren. Als wir das erkannten, haben wir unseren Menüpunkt „Dr. TEP rät“ ins Leben gerufen. Hier reagieren wir stets aktuell auf drängende Fragen bzw. holen uns Antworten von unseren Fachärzten. Seit unserem letzten Fall ist schon einige Zeit vergangen, aber nun hat uns ein Leser dringend auf das Problem der möglichen Infektionen hingewiesen. In Zeiten, in denen Krankenhaus-Keime für Schlagzeilen sorgen, keine unbegründete Sorge. Jenseits dieser Keime am Ort der Operation gibt es für TEP-Träger aber noch post-operative Risiken. Dazu haben wir Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap-Klinik in Garmisch-Partenkirchen befragt – und e-mail-wendend eine Antwort erhalten, die Sie hier lesen können.